Research Kolloquium: Der 7. Oktober, Antisemitismus und Israelkritik ...
Wie geht Deutschland seit 1945 mit der Erinnerung an die NS-Zeit um, und wessen Erfahrungen finden darin Platz? Diskutiert wird diese Frage am Beispiel israelischer und jüdischer sowie palästinensischer und muslimischer Gemeinschaften.
Ein Schlüsselbegriff ist dabei die Agnotologie. Gemeint ist damit Nichtwissen, das eine Gesellschaft selbst hervorbringt, etwa indem sie bestimmte Themen beschweigt. Mit diesem Begriff lässt sich zeigen, worüber im Umgang mit der NS-Vergangenheit geschwiegen wird und welche Folgen das für diese Minderheiten hat. Die deutsche Erinnerungskultur ist zudem alles andere als einheitlich. Sie wird von Familienbiographien ebenso beeinflusst wie von Denkansätzen, die sich kritisch mit den Folgen des Kolonialismus auseinandersetzen, und der israelisch-palästinensische Konflikt macht sie noch komplizierter.
Seit dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 treten die Spannungen in der Gesellschaft besonders offen zutage. Kritisch betrachtet wird auch, wie Deutschland an den Holocaust erinnert und wie es dabei mit jüdischen und israelischen sowie muslimischen und palästinensischen Gemeinschaften umgeht. Deren Erinnerungen passen oft nicht in das vorherrschende nationale Geschichtsbild. Damit verbunden ist das Anliegen, ideologisch aufgeladene Debatten durch empirische Forschung zu ersetzen und so zu einem Verständnis von Erinnerungspolitik beizutragen, das auf Fakten beruht und dem gesellschaftlichen Frieden zugutekommt.
Prof. Dr. Dani Kranz hat die Gastprofessur der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung inne.
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Datum 16. Dezember 2026
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Uhrzeit 14:00 - 15:00 UTC+01:00
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Teilnahme Präsenz
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Sprache Deutsch
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Ansprechperson HfJS
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Ort / Link Hannah-Arendt-Saal, S4 (HfJS Heidelberg)
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Anmeldung erforderlich? Ohne Anmeldung