Schulterschluss zwischen akademischer Forschung und theologisch ausgerichteter Rabbinerausbildung
Am Mittwoch, den 18. Februar 2026, kam es im Senatssaal der Universität Potsdam zu einem bedeutsamen Ereignis für die jüdische Bildungslandschaft in Deutschland. Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) und die in Potsdam ansässige Nathan Peter Levinson Stiftung, die für die liberale (Reform) und konservative (Masorti) Rabbiner- und Kantorenausbildung in Deutschland verantwortlich zeichnet, unterzeichneten eine Absichtserklärung zur zukünftigen engeren Zusammenarbeit.
Im Rahmen der feierlichen Unterzeichnung setzten Dr. Andreas Brämer, Rektor der HfJS, Dr. Dmitrij Belkin, Vorstand der Nathan Peter Levinson Stiftung, sowie Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, ihre Unterschrift unter die Vereinbarung. Der Zentralrat der Juden ist sowohl Träger der HfJS als auch Stifter der Nathan Peter Levinson Stiftung.
Diese Kooperation markiert einen wichtigen Schritt hin zum Aufbau eines bundesweiten jüdischen akademischen und rabbinischen Netzwerks. Sie soll die Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten für Studierende in den Bereichen Rabbinat, Kantorat sowie theologisch-pädagogische Bildung erweitern und gleichzeitig den wissenschaftlichen Austausch zwischen beiden Institutionen intensivieren.
Dr. Josef Schuster betonte anlässlich der Unterzeichnung:
„Ein Anker jüdischer Bildung muss die Fähigkeit und der Wille zur Vernetzung sein. Die heute vereinbarte Kooperation von Hochschule für Jüdische Studien und Levinson Stiftung ist ein sehr bedeutsamer Schritt. Durch gebündelte Kräfte statt Parallelstrukturen und durch Austausch auf Augenhöhe entsteht ein Vorbild der Zusammenarbeit zur Stärkung der jüdischen Gemeinschaft.“
Rektor Dr. Andreas Brämer hob hervor:
„Diese Absichtserklärung ist ein Versprechen an die Zukunft: Wir vollziehen den Schulterschluss zwischen akademischer Forschung und theologisch ausgerichteter Rabbinerausbildung – geeint durch den Auftrag, das jüdische Leben in Deutschland von innen heraus zu stärken.“
Auch Dr. Dmitrij Belkin, Vorstand der Nathan Peter Levinson Stiftung, unterstrich die Bedeutung der Vereinbarung:
„Diese Kooperation schlägt eine akademische und religiöse Brücke zwischen Potsdam und Heidelberg – keine Brücke, die selbstverständlich ist. Das stärkt beide Standorte und die jüdische Gemeinschaft. Und das zählt.“
Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, begrüßte die neue Partnerschaft in seinem Grußwort als Bereicherung für die jüdische Bildung in Deutschland. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten ein Vortrag von Rabbiner Netanel Olhoeft (Abraham J. Heschel Seminar für konservative Rabbinerausbildung) über das Rabbinat der Zukunft sowie eine von Dr. Anastassia Pletoukhina moderierte Diskussionsrunde mit den Unterzeichnenden.
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Datum 19. Februar 2026
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Uhrzeit 07:40 UTC+01:00
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