Presse
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Susanne Mohn
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Meldungen:
September 2020
Professor Dr. Werner Arnold neuer Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
Die Angehörigen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) sind hocherfreut, einen neuen Rektor im Amt begrüßen zu dürfen: Kuratorium und Senat der Hochschule haben Professor Dr. Werner Arnold, emeritierter Professor für Semitistik am Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients der Universität Heidelberg, an die Spitze der Hochschule gewählt. Er wird ab dem 1. Oktober 2020 für eine Amtszeit von zwei Jahren die Nachfolge von Professor Dr. Johannes Heil antreten.
„Ich danke den Entscheidungsgremien für dieses klare Votum sowie das Vertrauen, das mir damit entgegengebracht wird und freue mich sehr darauf, die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg während meiner Amtszeit zu unterstützen und ein Stück in die Zukunft führen zu dürfen“, so Arnold.
Laut der Vorsitzenden des Kuratoriums der Hochschule, Frau Professorin Barbara Traub, habe man sich u.a. für Herrn Professor Dr. Werner Arnold entschieden, da er der HfJS und ihren Mitgliedern schon seit Jahrzehnten durch gemeinsame Forschungsprojekte sehr verbunden sei und über sein Engagement im Wissenschaftlichen Beirat der Hochschule bereits Impulse gesetzt habe. „Herr Professor Dr. Arnold kennt die Strukturen sowohl an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg als auch an der Universität Heidelberg und steht damit für die Kontinuität einer engen Partnerschaft beider Institutionen. Ich bin mir sicher, dass mit ihm eine hervorragende Wahl getroffen wurde und freue mich, dass er als Rektor gewonnen werden konnte.“
Voraussichtlich im Dezember wird der neue Rektor im Rahmen eines kleinen Festaktes offiziell im Amt begrüßt.
Oktober 2019
Die Angehörigen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg sind schockiert und bestürzt über den gestrigen antisemitisch motivierten Anschlag auf die vollbesetzte Synagoge in Halle. Diese Tat am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur ist nicht nur beängstigend, sie in höchstem Maße besorgniserregend. Die Folgen und die Bedeutung für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland sind heute sicherlich noch nicht abzusehen. Gefragt und verantwortlich sind jedoch alle Teile der Gesellschaft: Jeder ist aufgefordert, sich Hass, Gewalt, Extremismus und jeder Form von Menschenfeindlichkeit entgegenzustellen.
In aufrichtiger Anteilnahme denken wir an die Familien und Angehörigen der Opfer. Unser Mitgefühl gilt den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Halle sowie allen Verletzten, denen wir eine schnelle Genesung wünschen.
September 2019
In Heidelberg kann in Zukunft der moderne Vordere Orient in seiner geschichtlichen Tiefe und sprachlich-kulturellen Vielfalt studiert werden: Mit der Genehmigung des transdisziplinären Master-Studiengangs „Nahoststudien“ durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg bieten ab dem Wintersemester 2019/20 die Universität Heidelberg und die Hochschule für Jüdische Studien einen deutschlandweit einzigartigen Master-Studiengang als Joint Degree an. Mit zwei Spezialisierungen („Jüdischer Naher Osten“ und „Islamischer Naher Osten“) richtet sich der neue Studiengang an Bachelor-Absolventen aus Judaistik, Islamwissenschaft, Nahoststudien, Geschichte und Politikwissenschaft.
Durch die Kombination von sozialwissenschaftlichen und geschichtswissenschaftlichen Methoden soll der Master-Studiengang neue und vielgestaltige Perspektiven auf die Geschichte und Gegenwart des Nahen Ostens ermöglichen. Beteiligt sind zum einen die Abteilung Islamwissenschaft am Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients der Universität Heidelberg und zum anderen der Ben-Gurion-Stiftungslehrstuhl für Israel- und Nahoststudien sowie weitere judaistische Fächer an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Die Studierenden werden an beiden beteiligten Institutionen immatrikuliert sein und so vom Brückenschlag zwischen zwei akademischen Einrichtungen profitieren. Im Mittelpunkt des Studiengangs stehen der Kontakt und der Vergleich zwischen jüdischer und muslimischer Kultur, Geschichte und Gesellschaft im Vorderen Orient.
Wie wichtig der kulturübergreifende Zugang ist, betont Juniorprofessor Johannes Becke, Inhaber des Ben-Gurion-Stiftungslehrstuhls (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg): „Israel ist ohne den Nahen Osten nicht zu verstehen, und der Nahe Osten nicht ohne Israel“. Die Grundlage für diesen Zugang bilden dabei die Sprachen, insbesondere durch die Kombination des modernen Hebräischen und einer weiteren nahöstlichen Sprache (Türkisch, Arabisch, Persisch). „Der Standort Heidelberg investiert mit diesem Studiengang ganz bewusst in die Sprachausbildung der Studierenden“, so Henning Sievert, Professor für Islamwissenschaft an der Universität Heidelberg. „Wir freuen uns auf Studierende, die nach dem Bachelor ihren sprachlichen und kulturellen Horizont erweitern wollen, um die ganze religiöse und kulturelle Vielfalt des Vorderen Orients zu erschließen“.
Weitere Informationen zum Masterstudiengang „Nahoststudien“ finden Sie unter https://www.uni-heidelberg.de/de/studium/alle-studienfaecher/nahoststudien
Juni 2019
Der Bundespräsident zu Besuch an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg


Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) feierte am 17. Juni 2019 um 18.00 Uhr in der vollbesetzten Aula der Neuen Universität mit einem großen Festakt den 40. Jahrestag ihrer Gründung 1979. Ehrengast war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
In seiner Ansprache würdigte der Bundespräsident die Hochschule als ein Symbol der Versöhnung und als ein Versprechen für die Zukunft: „Ihre Hochschule ist ein Laboratorium für einen Dialog, der auf Vernunft gründet; für den Dialog zwischen Christen, Juden und Muslimen, zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, zwischen Glaube und Politik! Sie leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Verständigung und Versöhnung – und zum demokratischen Diskurs in unserem Land.“
Besonders dankte er dem Rektor, Professor Johannes Heil, der die Hochschule elf Jahre lang geleitet und sich in herausragender Weise für sie eingesetzt habe. Er habe die Hochschule nicht nur entscheidend geprägt, er habe sie weiter international vernetzt und dafür gesorgt, dass ihre Zukunft gesichert sei.
Auch Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, waren anwesend, um der Hochschule zu ihrem Jubliäum zu gratulieren. Laut Schuster sei die Heidelberger Hochschule über die Jahrzehnte ein fester Bestandteil des jüdischen Geisteslebens geworden, der nicht mehr wegzudenken sei.
Der Festvortrag „Die Wissenschaft des Judentums als Beruf“ wurde von Prof. Dr. Michael Brenner gehalten. Brenner ist ein Absolvent der HfJS, der heute als Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München und der American University in Washington, D.C., lehrt.
Vor dem Festakt besichtigte der Bundespräsident die HfJS und lernte bei einem Gespräch mit dem Hochschulrabbiner Shaul Friberg und Studierenden u.a. einen Stipendiaten des „The President´s Grant“ kennen. Dieses Stipendium für Studierende aus Nicht-EU-Ländern wird aus dem Preisgeld des Frank-Walter Steinmeier zuerkannten Ignatz Bubis-Preises des Jahres 2017 finanziert. „Es ist mir eine Freude, dass ich mithilfe des Ignatz-Bubis-Preises für Verständigung einen kleinen Beitrag leisten kann, um junge Menschen wie ihn beim Studium an der HfJS zu unterstützen.“
Begrüßung von Prof. Dr. Johannes Heil, Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
Ansprache des Bundespräsidenten
Grußwort von Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Grußwort von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
Februar 2019
Am Montag, 19. Februar 2018, trafen sich in der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg die Beauftragten gegen Antisemitismus der Länder und des Bundes, um gemeinsam darüber zu beraten, wie man zukünftig effizienter zusammenarbeiten kann. Dabei ging es beispielsweise um die geplante Bund-Länder-Kommission. Laut Felix Klein, der Beauftragte des Bundes gegen Antisemitismus, soll diese noch im nächsten halben Jahr an den Start gehen. Außerdem soll es eine bundesweite Meldestelle für antisemitische Vorfälle geben, daneben sollen die Länder jeweils eigene Meldestellen einrichten.
Neben diesem Treffen fand in der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg außerdem eine Fortbildung für ca. 60 Hebräisch‐ und Religionslehrkräfte aus ganz Deutschland statt, die jährlich vom Zentralrat und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland organisiert wird. Die Teilnehmer beider Veranstaltungen kamen zu einem Meinungsaustausch zusammen, um über Strategien zur Bekämpfung von Antisemitismus zu diskutieren.
Januar 2019
Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg vom Wissenschaftsrat reakkreditiert
Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) ist für weitere fünf Jahre durch den Wissenschaftsrat institutionell reakkreditiert.
Damit ist 2019 für die HfJS ein ganz besonderes Jahr: Sie kann nicht nur ihr 40-jähriges Bestehen feierlich begehen, sie erhält mit der Akkreditierungsurkunde erneut die Bestätigung dafür, dass sie den wissenschaftlichen Maßstäben einer Hochschule entspricht und in der Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses Leistungen erbringt, die dem kooperativ ausgeübten Promotionsrecht angemessen sind.
Durch den Wissenschaftsrat wurde beispielsweise hervorgehoben, dass sich die HfJS seit der Erstakkreditierung in 2009 weiterhin sehr positiv entwickelt habe und ein wichtiger Teil des jüdischen Lebens in Deutschland sei. Sie bilde die Jüdischen Studien mit einer fachlichen Breite und Binnendifferenzierung ab, die von anderen Standorten in der deutschen Hochschullandschaft unübertroffen seien. Im Reakkreditierungsbericht wird außerdem betont, dass der selbst gewählte Anspruch, das europäische Kompetenzzentrum für Jüdische Studien darzustellen, unbedingt aufrechterhalten werden müsse, da besonders in der europäischen und internationalen Perspektive Chancen für den Ausbau der Hochschule liegen.
„Die Reakkreditierung durch den Wissenschaftsrat ist ein großer Schritt nach vorne und bestätigt die Entwicklung, die die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg in den letzten Jahren genommen hat, gerade auch in Hinsicht des Verhältnisses von Wissenschaft und Gemeindebezug. Besonders erfreulich sind die positiven Voten zur immer engeren Kooperation mit der Universität Heidelberg und zum Konzept der internen Internationalisierung", lobt Professor Dr. Johannes Heil, Rektor der HfJS, das Ergebnis. Heil weiter: "Die Stellungnahme des Wissenschaftsrates bietet allen Seiten eine klare Orientierung für den weiteren Ausbau unserer Hochschule.“
Entwicklungspotenzial sieht der Wissenschaftsrat u.a. in der Ausstattung der Professuren, vor allem in Hinblick auf das vorhandene und geplante Masterangebot der Hochschule. Ebenso soll, gerade wegen der bislang hervorragenden Erfahrungen, das Zusammenwirken mit der Universität Heidelberg in kooperativ ausgeübten Promotionsverfahren ausgebaut werden. Der Wissenschaftsrat verbindet die Reakkreditierung daher mit entsprechenden Auflagen, bei deren Erfüllung sich der Reakkreditierungszeitraum auf insgesamt zehn Jahre verlängert.
Dezember 2017
Hocherfreut haben die Angehörigen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) vernommen, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das auf zwölf Jahre angelegte Forschungsvorhaben Corpus Masoreticum: Die Inkulturation der Masora in die jüdische Gelehrsamkeit Westeuropas im 11. – 13. Jh. Digitale Erschließung einer vergessenen Wissenskultur im Dezember bewilligt hat.
Das Langzeitprojekt ist am Lehrstuhl für Bibel und Jüdische Bibelauslegung von Frau Professorin Dr. Hanna Liss angesiedelt. Es handelt sich um das erste umfangreiche Projekt zur Geschichte der westeuropäischen jüdischen Bibeltexttradition und ihrer Auslegung. Vier Mitarbeiter_innen werden zukünftig daran arbeiten, wichtige wissenschaftliche Impulse nicht nur für die akademische jüdische Bibelwissenschaft, sondern auch für die christliche Theologie sowie die mittelalterliche Kunstgeschichte zu setzen. Die avisierten Ergebnisse werden von Anfang an in eine digitale Arbeitsumgebung integriert werden (BIMA Biblical Masora Database), die nach Abschluss an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg weiter betrieben wird. Die Forschungsrohdaten werden an der Universitätsbibliothek Heidelberg beheimatet sein.
Ein weiterer junger Wissenschaftler an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) erhält eine Förderung der Baden-Württemberg Stiftung. Im Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden 2017 war Dr. Johannes Becke, Juniorprofessor am Ben-Gurion-Lehrstuhl für Israel- und Nahoststudien, mit seinem Antrag erfolgreich. Damit unterstützt die Stiftung einen herausragenden Nachwuchswissenschaftler auf dem Weg zur Professur, indem sie ihm über 24 Monate das eigenverantwortlich durchgeführte Forschungsprojekt Israelstudien in der arabischen Welt finanziert.
Darin befasst sich Becke mit der wissenschaftlichen Erschließung des zionistischen Projekts an arabischen Universitäten und Forschungszentren. Während die ersten Institutionen der arabischen Israel-Studien bereits in den 1960er Jahren gegründet wurden, wird ihr Beitrag selten wahrgenommen – das Forschungsprojekt will daher untersuchen, wie sich der arabische Blick auf den Staat Israel im Verlauf der Zeit entwickelt hat.
Landesweit wurden in der aktuellen Ausschreibungsrunde insgesamt 13 Forschungsvorhaben in das Programm aufgenommen.
Im vergangenen Jahr zählte bereits Juniorprofessor Dr. Viktor Golinets, Lehrstuhl für hebräische Sprachwissenschaft an der HfJS, zu den insgesamt 15 exzellenten Wissenschaftlern, die es 2016 in das Elite-Programm geschafft haben. Der Titel seines Projektes ist Griechische und lateinische Transkriptionen des Althebräischen und ihr Platz in der historischen Grammatik der hebräischen Sprache. Darin setzt er sich mit den Transkriptionen hebräischer Wörter und Namen auseinander, die in antiken Bibelübersetzungen vorkommen. Diese Transkriptionen gehören in die Periode zwischen dem 3. Jahrhundert v. u. Z. und dem 5. Jahrhundert u. Z. und sie geben Auskunft über die Lautung und Formenbildung des Hebräischen in der Zeit, die der masoretischen Vokalisierung vorausging.
Das Eliteprogramm der Baden-Württemberg Stiftung unterstützt herausragende junge Wissenschaftler, die in der Qualifizierungsphase nach der Promotion eine Laufbahn an der Hochschule anstreben. Das Programm dient der zielgerichteten Qualifikation in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement und ermöglicht dem wissenschaftlichen Nachwuchs an Hochschulen in Baden-Württemberg die Finanzierung eines eigenen Forschungsprojekts. Es wird in der Regel einmal im Jahr ausgeschrieben. Über eine Laufzeit von maximal drei Jahren werden bis zu 120.000 Euro von der Stiftung zur Verfügung gestellt. Pro Jahr werden bis zu 15 Personen in das Eliteprogramm aufgenommen.
Neben der individuellen Förderung wissenschaftlicher Karrieren verfolgt die Stiftung mit dem Programm auch das Ziel der Sicherung des Fachkräftenachwuchses an den Hochschulen und der Stärkung des Wissenschafts- und Hochschulstandorts Baden-Württemberg. Die Baden-Württemberg Stiftung möchte mit dem Programm dazu beitragen, dass junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Baden-Württemberg gute Rahmenbedingungen vorfinden und ihr Potenzial in dieser wissenschaftlich herausfordernden und produktiven Phase optimal entfalten können.
Oktober 2017
Hocherfreut haben die Angehörigen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) vernommen, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Hälfte des Preisgeldes aus dem ihm zuerkannten Ignatz Bubis-Preis des Jahres 2017 der Hochschule zukommen lässt.
Eine Hälfte des Preisgeldes geht an die Bente-Kahan-Stiftung in Breslau, der Geburtsstadt von Steinmeiers Mutter. Die HfJS wird Ihren Teil des Preisgeldes in Höhe von 25.000 Euro für Studierende aus Nicht-EU-Ländern, insbesondere aus Ost- und Südosteuropa, einsetzen, die sich für den Masterstudiengang Jewish Civilizations bewerben - ein gemeinsames Masterprogramm der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und Padeia – The European Institute for Jewish Studies in Sweden.
Der Rektor der HfJS, Professor Johannes Heil, sagte bei der Bekanntmachung im Rahmen der Eröffnung des akademischen Jahres 2017/18: „Die Zuwendung des Bundespräsidenten wird Studierenden aus verschiedenen Ländern zugutekommen, darunter Russland, die Ukraine oder die Türkei, also jungen Menschen aus Ländern, in denen die gegenwärtigen politischen Umstände den Wissenschaften, insbesondere auch den Jüdischen Studien, kaum Luft für freie Entfaltung des Geistes lassen.“
Rede anlässlich der Preisverleihung:
„Ich bin dankbar für die große Ehre, die mir mit dem Ignatz-Bubis-Preis zuteil wird. Der Preis ist Auszeichnung, aber noch mehr noch ist er Auftrag: Ignatz Bubis hat zeitlebens daran gearbeitet, die Mauern zu durchbrechen, die uns voneinander abschirmen. Er hat, aller Ressentiments und Vorurteile zum Trotz, Gräben überwunden und das Gespräch gerade mit denen gesucht, die nicht seine Überzeugungen, geschweige denn seine existenziellen Lebenserfahrungen von Shoa und Vertreibung teilten. Dialog hieß für ihn auch: das direkte Gespräch, von Mensch zu Mensch. Ich glaube, wir müssen heute, mehr denn je, einen Demokratieraum schaffen, in dem wir streiten können, aber respektvoll miteinander umgehen; in dem viele zu Wort kommen, aber genauso viele zuhören; in dem gegensätzliche Interessen und Sichtweisen formuliert werden, aber in dem wir auch Fakt von Lüge unterscheiden können.“
Zum Preisgeld:
„Ich wünsche mir, dass wir den Auftrag Ignatz Bubis annehmen und dass das Preisgeld ganz in seinem Sinne verwandt wird: Verständigung, Dialog, Miteinander – das haben auch die Bente-Kahan-Stiftung in Breslau und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg zum Ziel. Sie sollen das Preisgeld zu gleichen Teilen erhalten.“
Juni 2017
„Turning words into action - to address anti-Semitism“
Arbeitstreffen der OSZE in den Räumen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg:
Am 13. und 14. Juni 2017 veranstaltete das OSZE Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte in Kooperation mit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) ein Arbeitstreffen, um gemeinsam eine Lehrerhandreichung zu entwickeln, die Pädagogen dabei helfen soll, Themen wie Antisemitismus, Intoleranz, Vorurteile oder Ähnliches im Unterricht zu behandeln.
Mit Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen wurden zunächst Schlüsselprobleme identifiziert, die bei der Unterrichtsvermittlung dieser Inhalte auftauchen können. Die daraus resultierenden Lösungsvorschläge werden nun in einem Toolkit zusammengefasst und anschließend in Projektklassen ausprobiert bzw. vervollständigt werden.
Das Ziel ist, das bereits bestehende Material der ODIHR zu Toleranz, Respekt, Verständnis und Anerkennung der Menschenrechte aller Individuen zu ergänzen und eine Unterrichtsempfehlung für die gesamte OSZE-Region auszusprechen.
Mai 2017
Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ernennt Professor Dr. Frederek Musall zum Stellvertreter des Rektors
Professor Dr. Frederek Musall, Inhaber des Lehrstuhls für Jüdische Philosophie und Geistesgeschichte an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS), ist mit sofortiger Wirkung zum Stellvertreter des Rektors der Hochschule in Trägerschaft des Zentralrats der Juden in Deutschland ernannt worden.

Musall lehrt seit 2009 an der HfJS – zunächst im Rahmen einer Juniorprofessur, seit 2015 als ordentlicher Professor für Jüdische Philosophie und Geistesgeschichte. Er war maßgeblich daran beteiligt, das internationale Masterprogramm Jewish Civilisations aufzubauen, das die HfJS gemeinsam mit Padeia – The European Institute for Jewish Studies in Sweden anbietet. Dank seiner Initiative ist es gelungen das Programm zukunftsfähig zu machen und jährlich neue Studierende nach Heidelberg zu holen.
Er ist u. a. stellvertretender Vorsitzender des Beirats sowie Vertrauensdozent des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) und ist in die Programmkonzeption des ELES-Programmes „Dialogperspektiven – Religionen und Weltanschauungen im Gespräch“ eingebunden. Er ist regelmäßiger Referent für die Bildungsprogramme der Bildungseinrichtung des Zentralrates der Juden in Deutschland, der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWSt) und der Jewish Agency for Israel (JAFI).
Ferner ist er in zahlreichen interreligiösen Initiativen und Organisationen aktiv: Er ist Mitglied des Steering Committee des Abrahamitic Forum des International Council of Christians and Jews (ICCJ), jüdisches Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft „Juden und Christen“ beim Deutschen Evangelischen Kirchentag und Mitglied des Jüdisch-Muslimischen Gesprächskreises an der W. Michael Blumenthal-Akademie des Jüdischen Museums Berlin. Darüber hinaus ist er als wissenschaftlicher Beirat für das Institut für Islamische Studien Mannheim (IFIS) tätig.
In seiner Forschung setzt sich Musall u.a. mit den Prozessen jüdischer Identitätsbildung, sowie mit Jüdischer Philosophie, insbesondere in ihren Beziehungen zu arabisch-islamischem Denken und der Geschichte der Juden in der arabisch-islamischen Welt auseinander.
Februar 2017
Senat der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ernennt Michael Sommerfreund zum Ehrensenator
Michael Sommerfreund (Frankfurt) ist mit einstimmigem Beschluss des Senats der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) zum Ehrensenator der Hochschule in Trägerschaft des Zentralrats der Juden in Deutschland ernannt worden.
"Wir ehren damit einen großzügigen Unterstützer und Freund, der die Hochschule seit Jahren mit großem Interesse begleitet und ihre Arbeit wiederholt unterstützt hat", so Rektor Johannes Heil. "Sein Engagement verstehen wir als Auftrag. Es ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland und die Entwicklung der Jüdischen Studien als Disziplin mit großer Wirkung für die Gesamtgesellschaft".
Michael Sommerfreund wurde 1924 im damals polnischen Tlumacz geboren. Er überlebte die nationalsozialistische Verfolgung und konnte sich später in Frankfurt am Main niederlassen. Michael Sommerfreunds Ehrung schließt auch das Gedenken an seine Frau Lilli Sommerfreund ein, die 1926 in Uszhorod in der Ukraine geboren wurde und am 6. August 2013 in Frankfurt gestorben ist. Gemeinsam haben sie die Lilli und Michael Sommerfreund-Stiftung ins Leben gerufen. Aus den Mitteln der Stiftung wurden bislang ein dreijähriges Promotionsstipendium, die Trialogarbeit zur Lehrerfortbildung sowie weitere Maßnahmen zur Unterstützung des Nachwuchses im Fach Jüdische Studien gefördert.
Juni 2016
Heidelberger Hochschulreden:
Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, zu Gast in der HfJS

Foto: Philipp Rothe
Aktuell steht nicht nur in Europa, sondern weltweit die Flüchtlingsthematik im Mittelpunkt der Diskussionen und stellt Politik sowie Gesellschaften vor große Aufgaben. Was bedeuten Heimat und Identität in einer Zeit, in der sich - laut UNHCR - etwa 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht befinden und Migrationsfragen zu globalen Angelegenheiten geworden sind? Was Martin Schulz als Präsident des Europäischen Parlaments darüber denkt, erläuterte er am 9. Juni 2016 im Rahmen der Heidelberger Hochschulreden.
Den Text zu seiner Rede "Heimat, Flucht und Identität in Zeiten der Globalisierung" finden Sie [HIER]
Das Grußwort des Zentralratspräsidenten Dr. Josef Schuster anlässlich der Hochschulrede am 9. Juni 2016 finden Sie [HIER]
April 2016
Friedenskompetenz im Religionsunterricht
7. Fachtagung der Studientagungsreihe "Religionspädagogische Gespräche zwischen Juden, Christen und Muslimen"
"Suche den Frieden und jage ihm nach" (Ps. 34,15) – so lautete der Leitspruch der 7. Fachtagung "Religionspädagogische Gespräche zwischen Juden, Christen und Muslimen", die vom 29. Februar bis zum 1. März 2016 unter der Leitung von Prof. Dr. Katja Boehme (Pädagogische Hochschule Heidelberg), Prof. Dr. Harry Harun Behr (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Daniel Krochmalnik (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg) und Prof. Dr. Bernd Schröder (Universität Göttingen) an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) stattfand und unter der Schirmherrschaft von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, stand.

Voll besetzter Hörsaal in der HfJS zur 7. Fachtagung: „Friedenskompetenz im Religionsunterricht“.

Prof. Dr. Katja Boehme, katholische Theologieprofessorin an der PH Heidelberg mit Prof. Dr. Daniel Krochmalnik, Professor für Jüdische Religionspädagogik und -didaktik an der HfJS;
März 2016
Raum für interreligiöses Lernen
Studierende der evangelischen, islamischen und katholischen Theologie an der Universität Osnabrück interpretieren jüdische Schrift im Blockseminar

40 Studierende der Universität Osnabrück nahmen am interreligiösen Blockseminar teil.
Foto: Universität Osnabrück / Elena Scholz
Anfang Februar dieses Jahres hielt Prof. Dr. Daniel Krochmalnik, tätig am Lehrstuhl für Jüdische Religionslehre, -pädagogik und -didaktik an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, ein Blockseminar zur jüdischen Schrifthermeneutik an der Universität Osnabrück. Die drei Institute für Evangelische Theologie, Islamische Theologie und Katholische Theologie hatten die Veranstaltung gemeinsam angeboten.
Februar 2016
Internationale Konferenz an der HfJS:
Im Rahmen des vom BMBF finanzierten Projekts „Wandel jüdischer Traditionen im Wechselspiel von Lebenswelt und Diskurs“ organisierten Professor Dr. Ronen Reichman, Dr. Asher Mattern und Vladislav Slepoy, M.A. vom 8.-10. Februar 2016 an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) die internationale Tagung Jewish Studies and Sociology of Knowledge: Discourse, Lifeworld and the Transformation of Traditions.
Elf Wissenschaftler aus aller Welt befassten sich mit der Frage, wie durch sozialwissenschaftliche und philosophische Perspektiven den Jüdischen Studien eine neue methodologische Orientierung verliehen werden kann, um Traditionsbildungsprozesse im Judentum zu erschließen.

© Judith Wetzka
Januar 2016
Juniorprofessor Dr. Johannes Becke, Inhaber des Ben-Gurion-Stiftungslehrstuhls für Israel- und Nahoststudien, hielt am 8.12.2015 in der Aula der Alten Universität Heidelberg seine Antrittsvorlesung:
Land und Erlösung. Das zionistische Projekt im Vergleich.
In der Jüdischen Allgemeinen finden Sie eine gekürzte Fassung der Vorlesung.
27. Januar 2016
Brüssel, Berlin und die Konferenz von Evian 1938. Zur Aktualität des „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“
Von Johannes Heil
23. Juni 2015
Bundespräsident Joachim Gauck zu Besuch in der HfJS
Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) und die Martin Buber-Gesellschaft begrüßten heute Bundespräsident Joachim Gauck und Daniela Schadt in Heidelberg.
Dieser nahm zunächst als Ehrengast an einer Gedenkfeier teil, die anlässlich des 50. Todestages von Martin Buber in der Aula der Alten Universität Heidelberg stattfand. Im Anschluss besuchte der Bundespräsident in Begleitung von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.
Dort führten ihn Prof. Johannes Heil, Rektor der Hochschule, Prof. Salomon Korn, der Kuratoriumsvorsitzender der HfJS und der Hochschulrabbiner Shaul Friberg durch den Neubau in die Bibliothek Albert Einstein und in den Gebets- und Studienraum Beth Midrasch. Er erhielt unter anderem exemplarische Einblicke in aktuelle Lehr- und Forschungsprojekte der Hochschule.
Dr. Eckard Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, nahm den Besuch zum Anlass, Bundespräsident Joachim Gauck und Frau Daniela Schadt einzuladen, sich in das Goldene Buch der Stadt Heidelberg einzutragen und sich bei beiden für den Besuch und die damit
verbundene Aufmerksamkeit für die Arbeit der Hochschule zu bedanken.
Zum Abschluss ging es zum Empfang in die Heinrich-Heine-Cafeteria. Dort hatte der Bundespräsident die Gelegenheit, sich besonders mit Studierenden der Hochschule auszutauschen. In einer kurzen Ansprache betonte Gauck, dass es beispielhaft sei, wie sich Bund, Land, Kommune und private Förderer gemeinsam engagieren, um die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg zu unterstützen. Das sei ihm eine große Freude!


Juni 2015
Juniorprofessor Dr. Becke in der Zeitschrift 'Zenith' über die deutschen Israel-Studien
http://zenithonline.de/deutsch/gesellschaft/a/artikel/lernt-arabisch-004422/
April 2015
HfJS trauert um Dr. Klaus Tschira

Die Angehörigen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) trauern mit großer Betroffenheit um ihren Ehrensenator und Förderer Dr. Klaus Tschira, der am 31. März 2015 im Alter von 74 Jahren unerwartet verstorben ist.
Prof. Dr. Johannes Heil, Rektor der HfJS, erklärt: "Wir haben Klaus Tschira als einen Mann kennengelernt, der rasch mehr als ein Förderer wurde. Und dabei hat er Großes geleistet, für unsere Hochschule mit der Stiftung der Bibliothek Albert Einstein, und für viele andere Institutionen und Personen. Aber Klaus Tschira war vor allem und über jede Förderung hinaus ein Mensch, der von Anfang an beeindruckte: durch einnehmende Offenheit, unersättliche Wissbegierde und beeindruckende Bescheidenheit.
Es war einfach eine Freude und eine Frucht, ihn zu hören und mit ihm zu sprechen, über die Dinge, die ihm wichtig und interessant waren, und ebenso über das, was man vortragen wollte. Man kann nur ahnen, wie viele beim ihm anklopften, um etwas vorzutragen. Aber man kann sich nicht vorstellen, dass jemand, selbst wenn sein Anliegen nicht gefördert werden konnte, enttäuscht von ihm gegangen wäre. Denn etwas hat er immer mitgegeben: Unterstützung oder Ideen, meistens beides.
Sein Erbe ist hervorragend aufgestellt. Tatkräftige Mitarbeitende werden Sorge tragen, dass was er aufgebaut hat auch in Zukunft reichen Ertrag für Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bringen wird.
Was dagegen fehlen und nur schwer zu erreichen sein wird, ist seine Vorbildlichkeit im Denken und Handeln. Wir werden Klaus Tschira, unseren Ehrensenator, vermissen, aber uns gerne und stets mit den besten Gedanken seiner erinnern."
Februar 2015
Semitisten treffen sich an der HfJS: Vergabe des ersten Alexander-Sima-Gedächtnispreises der Universität Wien

Babylonisch oder Assyrisch, die für Judentum, Christentum und Islam bedeutenden Kultsprachen Hebräisch, Aramäisch und Arabisch, aber auch die semitischen Sprachen Äthiopiens oder die weitgehend unbekannten südsemitischen Minderheitensprachen Mehri und Soqotr – sie alle haben eines gemeinsam: Sie gehören zu den semitischen Sprachen, den ältesten teilweise noch gesprochenen Sprachen der Menschheit.
Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.
Januar 2015
Diversity and Identity - Jewish Communities and the Future of Europe - Internationale Konferenz an der HfJS

Die Zukunft jüdischer Gemeinschaften in Europa wird sich unter anderem am Ausgang aktueller Konflikte und Herausforderungen entscheiden. Wissenschaftler machen dazu bei der internationalen und interdisziplinären Konferenz an der HfJS eine Bestandsaufnahme.
Das Ziel der Konferenz: möglichst viele Stimmen aus unterschiedlichen Perspektiven, Disziplinen und Ländern zu Wort kommen zu lassen, um zu erfassen, was jüdisches Leben in Europa heute ausmacht und wie es in Zukunft aussehen wird.
Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.
November 2014
Professorin Hanna Liss bleibt an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
Die Professorin für Bibel und Jüdische Bibelauslegung Hanna Liss hat einen Ruf an die School of Jewish Theology in Potsdam für Hebräische Bibel und Exegese abgelehnt.
Die Kollegen an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) sind sehr froh, dass Hanna Liss sich überzeugen ließ, an der HfJS zu bleiben. „Mit diesem Verbleib sichern wir die schon seit Jahren kompetente Vertretung des Faches Jüdische Bibel und Bibelauslegung für die Zukunft“, sagt Prof. Johannes Heil, Rektor der HfJS.
Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.
August 2014
"Gaza 2014 - Konflikt, Protest und Antisemitismus"
In Entgegnung des andauernden Raketenbeschusses Israels durch die Hamas ist die israelische Armee gegen die Hamas-Strukturen im Gazastreifen vorgegangen. Dieser Militäreinsatz löste in Deutschland und anderen europäischen Staaten eine Welle von Demonstrationen und Solidaritätsbewegungen mit Palästina aus. Dabei vermischten sich Kritik an Israel, antisemitische Parolen und Gewaltbereitschaft. Wiederholt kam es zu tätlichen Übergriffen auf Juden. Mit diesem Befund hat sich ein Themenabend der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg am 29. Juli 2014 befasst.
Impulsvorträge hielten unter anderem Matti Steinberg, Inhabers des Ben Gurion-Gastlehrstuhls für Israel- und Nahoststudien, und Hannes Greiling, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Mannheim. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion statt, die von Professor Dr. Johannes Heil, Rektor der HfJS, moderiert wurde.
Weitere Informationen sowie ein
Interview mit Matti Steinberg finden Sie
hier.
28. Mai 2014
Zwischen Wunder und Skandal – Bundespräsident a. D. Horst Köhler zu Gast bei den Heidelberger Hochschulreden
Im Rahmen der Heidelberger Hochschulreden begrüßte die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg am 28. Mai 2014 den Bundespräsidenten a. D. Horst Köhler.
In seinem Vortrag sprach der ehemalige Bundespräsident über die tiefgehenden Umbrüche in der Ordnung der Welt. Neue Mächte steigen auf und verändern das Kräftespiel. Die westlichen Demokratien laborieren an den Folgen von Terror und Terrorabwehr, Finanzkrise und Staatsverschuldung. Technologischer Fortschritt verbessert zwar die Chancen für eine globale Ordnungspolitik, gleichzeitig aber auch das Potential grenzüberschreitender Gefährdungen. Die Menschheit wächst in einer Geschwindigkeit, die die Biosphäre zerstört. Die Entwicklungsziele, die sich die Vereinten Nationen mit den Millennium Development Goals gesteckt hat, werden innerhalb der gesetzten Frist (2015) nur teilweise erreicht und erfordern ein neues Nachdenken über globale Nachhaltigkeitsziele.
Mit diesen Themen hat sich Bundespräsident a. D. Horst Köhler in den vergangenen Jahren intensiv beschäftigt, in Expertenrunden für eine bessere Finanzarchitektur ebenso wie in einer vom Generalsekretär der Vereinten Nationen berufenen hochrangigen Arbeitsgruppe, die ein neues Paradigma für die internationale Zusammenarbeit entwickelt hat.
An der HfJS sprach Bundespräsident a. D. Horst Köhler darüber unter dem Titel:
Zwischen Wunder und Skandal - die Ordnung der Welt und die Zukunft des Westens.
Die gesamte Rede des Bundespräsidenten a. D. Horst Köhler können Sie
hier nachlesen.
21. Mai 2014
Die Hochschule begrüßte Professor Dr. Michael Wolffsohn zum Festakt anlässlich der Übergabe des Archivs Wolffsohn:
Vortrag: Deutsch-jüdische Identitäten und Identifikationen im 19. und 20. Jahrhundert. Neue Methoden und Ergebnisse.
16. Mai 2014
Im Mai fand in der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ein Interdisziplinärer Talmudworkshop statt:.
Titel: Der rabbinische Rechtsdiskurs. Versuch einer transdisziplinären Annäherung.
Weitere Informationen finden Sie
hier
4. März 2013
Das Gebet in der interreligiösen Perspektive - Dialog zwischen Juden, Christin und Muslimen in Heidelberg fortgesetzt
Den gesammten Text der Presseerklärung können Sie hier nachlesen.
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30. Mai 2012
Grußadresse zur Eröffnung des regionalen Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
Die Grußadresse des Ersten Prorektors der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Prof. Dr. Johannes Heil, können Sie hier nachlesen.
„Ort des Geistigen und Geistlichen“ – Bundesbildungsministerin Annette Schavan zu Besuch an der
Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg begrüßte am Vormittag die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan im Neubau der Hochschule.

Fotonachweis: HfJS/Philipp Rothe
Professoren der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg sowie der Hochschulrabbiner stellten Bundesbildungsministerin Schavan den Gebets- und Studienraum Beth Midrasch, die Bibliothek Albert Einstein sowie zwei Sonderforschungsbereiche vor und gaben so einen exemplarischen Einblick in aktuelle Lehr- und Forschungstätigkeiten innerhalb der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.
Ministerin Schavan zeigte sich bei ihrem Antrittsbesuch von der gelebten Pluralität der Hochschule beeindruckt: „Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ist ein Unikat weit über Deutschland hinaus - und wird es auch bleiben. In der jungen Generation gibt es ein wachsendes Interesse am interreligiösen Gespräch. Mit ihrer Verbindung aus intellektueller und spiritueller Arbeit schafft die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg hier wertvolle Orientierung."
Weitere Information zum Besuch der Ministerin finden Sie hier.
"Bilanz der Bildung - Erfolge und Herausforderungen des jüdischen Bildungswesens in der Bundesrepublik"
Das Interview mit dem Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Prof. Dr. Salomon Korn, können Sie hier nachlesen.



