Heidelberger Hochschulreden
Die Vortragsreihe der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg an der Ruprecht-Karls-Universität lässt national und international führende Persönlichkeiten regelmäßig zu Belangen von öffentlichem Interesse zu Wort kommen. Die Hochschule möchte mit dieser Reihe wissenschaftlich und kulturell Zeichen setzen, für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und darüber hinaus.
Prof. Dr. Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzender des Kuratoriums der HfJS, hat die Reihe 2005 ins Leben gerufen. Angefangen mit einem Auftritt von Marcel Reich-Ranicki in der Alten Aula der Universität Heidelberg, hat Prof. Korn seitdem eine Vielzahl hochrangiger Redner und Rednerinnen, darunter Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zur Teilnahme gewinnen können.

Zum Wintersemester 2011/12 begrüßt die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg die Robert Bosch Stiftung als neuen Partner und Förderer der Heidelberger Hochschulreden. Unter dem Motto „Gesellschaft im Wandel“ werden Zukunftsfragen diskutiert, die alle betreffen – soziale Entwicklungen, aktuelle Diskussionen oder strukturelle Herausforderungen, denen sich die europäischen Gesellschaften gegenüber sehen.
Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg dankt der Robert Bosch Stiftung für die Förderung der Vortragsreihe.
Termine der Heidelberger Hochschulreden 2011
Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung mit Thomas Gottschalk am Montag, den 5. Dezember 2011 entfällt!
Vorschau 2012:
Mittwoch, 21. November 2012, 18.15 Uhr
Christian Wulff
Bundespräsident
Mittwoch, 23. November 2011, 18.15 Uhr
Dr. Joachim Gauck
Vorsitzender der Vereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie“
"Freiheit - Verantwortung - Gemeinsinn"
Mittwoch, 26. Oktober 2011, 18.15 Uhr
Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a. D.
„Die Bewährung von Freiheit und Demokratie unter den Bedingungen eines weltoffenen Markts und eines europaoffenen Staats“

Paul Kirchhof wurde 1943 in Osnabrück geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg und München promoviert er 1968 an der Universität München. 1974 folgt die Habilitation an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg für die Fächer Staats- und Verwaltungs- recht, insbesondere Wirtschaftsverwaltungsrecht, Finanz- und Steuerrecht sowie Verwaltungslehre.
Von 1987-1999 ist der Verfassungs- und Steuerrechtler Richter des Bundesverfassungsgerichts. Im Jahr 2000 gründet Kirchhof die Forschungsstelle Bundessteuergesetzbuch beim Institut für Finanz- und Steuerrecht an der Universität Heidelberg.
Er ist Direktor des Instituts für Finanz- und Steuerrecht an der Universität Heidelberg und Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Bildnachweis: Institut für Steuer- und Finanzrecht, Universität Heidelberg
Mittwoch, 01. Juni 2011, 18.15 Uhr*
Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages
"Markt und Moral. Wirtschaftsethik und staatliches Handeln"
Norbert Lammert ist seit 18. Oktober 2005 Präsident des Deutschen Bundestages.
Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie, Neueren Geschichte und Sozialökonomie an den Universitäten Bochum und Oxford und seiner Promotion 1975, ist der Diplomsozialwissenschaftler Lammert freiberuflich als Dozent in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung bei verschiedenen Akademien, Stiftungen, Verbänden und Firmen tätig.
Als Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft und Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum veröffentlicht Norbert Lammert Artikel im Bereich der Parteienforschung und zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Problemen. Seit März 2001 ist der Präsident des Deutschen Bundestages stellvertretender Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Er ist seit 1966 Mitglied der CDU und wird 1980 erstmalig in den Bundestag gewählt.
Bitte beachten Sie: Für diese Veranstaltung werden Eintrittskarten vergeben. Die Karten sind ab Mittwoch, den 25. Mai 2011 im Studierendensekretariat der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg erhältlich. Bitte holen Sie Ihre Karten persönlich zu den Öffnungszeiten des Studierendensekretariats ab: Montag-Freitag, 10-13 Uhr.
Bildnachweis: Deutscher Bundestag, Lichtblick/Achim Melde
Mittwoch, 27. April 2011, 18.15 Uhr
Petra Gerster, Journalistin und Fernsehmoderatorin
"Charakterbildung - ein vergessener Verfassungsgrundsatz"

Petra Gerster, 1955 in Worms geboren, ist Journalistin und Fernsehmoderatorin.
Nach dem Studium der Slawistik und Germanistik begann sie ihre journalistische Karriere als Redakteurin beim Kölner Stadt-Anzeiger, später war sie als Nachrichtenredakteurin beim WDR tätig. Seit 1989 arbeitet Petra Gerster für das ZDF: zunächst als Moderatorin von Mona Lisa, seit 1998 als Moderatorin der Sendung heute. Sie erhielt den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, die Goldene Kamera für «Glaubwürdigkeit im deutschen Fernsehen» und den Burda-Medienpreis Bambi.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Christian Nürnberger, verfasste sie bereits mehrere Bücher. 2001 veröffentlichten sie ein Buch zum Thema Erziehung: „Der Erziehungsnotstand. Wie wir die Zukunft unserer Kinder retten“, 2003 die Fortsetzung „Stark für das Leben. Wege aus dem Erziehungsnotstand“.
In ihrem aktuellen Buch "Charakter" beschäftigt sie sich mit dem Bereich der Bildung. Ber Bildungsbegriff will in diesem Zusammenhang jedoch nicht als technisches und durchökonomisiertes Wissen verstanden werden, sondern gleicht einer Art Lebenshaltung.
Mit der Charakterbildung plädiert sie für eine lebenslange Formung der eigenen Persönlichkeit. Innere Haltung, Überzeugung, Begeisterung und Unverwechselbarkeit bilden einen Charakter erst aus und lassen, so die These, Menschen zu Persönlichkeiten mit Reife und Originalität wachsen.
Wie das knappe Gut Charakterbildung als Verfassungsgrundsatz aussehen könnte, wird Petra Gerster in der Aula der Alten Universität Heidelberg vorstellen.
Bildnachweis: Sebastian Hänel
Mittwoch, 02. Februar 2011, 18.15 Uhr
Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister des Auswärtigen
"Globalisierung gestalten – Herausforderungen an die deutsche Außenpolitik"

Guido Westerwelle ist seit dem 28. Oktober 2009 Bundesaußenminister und Vizekanzler.
1961 in Bad Honnef geboren, arbeitete er nach Abitur, Studium und Promotion als Rechtsanwalt in Bonn. Seit 1996 gehört er dem Deutschen Bundestag an.
Guido Westerwelle war von 1994 bis 2001 FDP-Generalsekretär. In seiner Amtszeit wurde das Grundsatzprogramm der FDP, die Wiesbadener Grundsätze, verabschiedet. Hierbei hatte Guido Westerwelle den Vorsitz der Programmkommission.
Seit Mai 2001 ist Guido Westerwelle der Bundesvorsitzende der FDP. Von Mai 2006 bis zum Ende der Koalitionsverhandlungen des Jahres 2009 war er als Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion Oppositionsführer im Deutschen Bundestag.
Er lebt in Bonn und Berlin.
Bildnachweis: FDP-Bundestagsfraktion
Zum Veranstaltungsort
Aula der Alten Universität Heidelberg, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg
Die Heidelberger Hochschulreden sind öffentlich, der Eintritt ist frei.
Einlass ist jeweils ab 17:30 Uhr.
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