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Das Studium der jüdischen Religionspädagogik befasst sich mit Erziehungs- und Bildungsarbeit in einem größeren gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Kontext. Das Fach richtet sich an Lehramtsstudierende oder Studierende, die an Gemeindearbeit interessiert sind. 

Darüber hinaus fördert das Fach allgemeine didaktische Kompetenzen, welche die Aufarbeitung, Strukturierung und Vermittlung von komplexem Wissen ermöglichen. Diese Kompetenzen sind nicht nur für Schulen und Gemeinden relevant, sondern auch in Tätigkeitsfeldern wie Wissenschaft und Hochschullehre, politischer Bildung sowie Antidiskriminierungsarbeit.

Lehrstuhlinhaberin ist seit April 2026 Prof. Dr. Isabel Cranz.

Isabel Cranz
Professorin
Jüdische Religionslehre, -pädagogik und -didaktik

Prof. Dr. Isabel Cranz

Aktuell

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Lost Books Lab startet in Baden-Württemberg

Aktuelles Pressemitteilung

Geraubte Bücher erzählen von Enteignung, Verfolgung und kultureller Auslöschung. Genau hier setzt das neue Projekt „Lost Books Lab – Partizipative Bildungsformate zu NS-Raubgut im beruflichen Kontext“ an, das zum 1. Mai gestartet ist. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Bildung gegen Antisemitismus“ von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Ziel ist es, ein übertragbares Bildungsformat zu entwickeln, das Antisemitismus am konkreten historischen Objekt – dem im Nationalsozialismus geraubten Buch – nachvollziehbar macht.

Das “Lost Books Lab Baden-Württemberg” richtet sich an Auszubildende und Mitarbeitende von Unternehmen in Baden-Württemberg und eröffnet damit neue Zugänge zur antisemitismuskritischen Bildung im beruflichen Kontext. In Kooperation mit Bibliotheken setzen sich die Teilnehmenden in drei-stündigen Workshops mit historischen Buchbeständen auseinander, recherchieren Provenienzmerkmale und gehen den Spuren ehemaliger jüdischer Eigentümerinnen und Eigentümer nach.  Nach einer Einführung in die Geschichte des systematischen Raubs jüdischer Bibliotheken und in Methoden der Provenienzforschung arbeiten sie eigenständig in Gruppen mit historischen Büchern, dokumentieren ihre Funde und reflektieren deren Bedeutung für die Gegenwart. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Angebot ist für Teilnehmende und Unternehmen kostenfrei.

„Geraubte Bücher zeigen, dass Antisemitismus sich in konkreten Handlungen der Ausgrenzung, Enteignung und kulturellen Auslöschung niederschlug. Das Lost Books Lab verbindet historische Bildung mit aktiver Recherche und ermöglicht Teilnehmenden, selbst einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses Unrechts zu leisten“, sagt Botschafter a. D. Shimon Stein, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins des Leo Baeck Instituts.

Das Projekt wird von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, den Freunden und Förderern des Leo Baeck Instituts e. V. und dem Leo Baeck Institut Jerusalem durchgeführt. Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ist eine staatlich anerkannte Hochschule des Zentralrats der Juden in Deutschland und bringt die Expertise in jüdischer Geschichte, antisemitismuskritischer Bildung und Provenienzforschung mit. Das Leo Baeck Institut erforscht und vermittelt die Geschichte und Kultur der deutschsprachigen Jüdinnen und Juden; seine Public-History-Initiative “Library of Lost Books” wurde mehrfach ausgezeichnet.

In der 24-monatigen Projektlaufzeit bis April 2028 werden Workshops in Baden-Württemberg entwickelt, erprobt und gemeinsam mit lokalen Partnern umgesetzt. Ergänzend entstehen ein digitales Handbuch, Qualifizierungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie eine modulare Ausstellung.

Für die Umsetzung werden weitere Partner in Baden-Württemberg gesucht. Bibliotheken, Unternehmen, Archive, Antiquariate und regionale Netzwerke, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben oder das Format an ihrem Standort erproben möchten, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Besitzvermerk von Friedrich Knöpfelmacher
  • Datum: 6. Mai 2026
    Datum 6. Mai 2026
  • Uhrzeit: 
	11:10
	UTC+02:00
    Uhrzeit 11:10 UTC+02:00
  • Teilnahme:
    Teilnahme
  • Sprache:
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    Ansprechperson
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