Schriftenreihe

2016_04_21_SchriftenreiheBand19

​Halachische Literatur in Aschkenas in den Jahren 1350–1500
Band 19 (Vladislav Zeev Slepoy)

1. Auflage, 2016
339 Seiten
ISBN: 978-3-8253-6481-6

Die Monographie befasst sich mit der Entwicklung der halachischen Literatur in Aschkenas während des Spätmittelalters. Sie soll dem Leser ermöglichen, sich einen Einblick in dieses schwierige Feld zu verschaffen. Anhand der Analyse einiger wichtiger Werke dieser Epoche (Minhagim-Buch des R. Shalom aus Neustadt, Leket Yosher, Terumat ha-Deshen u.a.) werden die zentralen Tendenzen und Besonderheiten in der halachischen Literatur dieser wenig bekannten Epoche erarbeitet. Dabei wird ein Akzent auf die literarische ,Machart‘ dieser Texte gesetzt.

Die meisten Texte werden unter Heranziehung der wichtigsten Handschriften übersetzt und besprochen. Es wird gezeigt, inwiefern die Pestverfolgungen (1348–1350) auch einen geistigen Bruch im halachisch-literarischen Schaffen darstellten und wie die Rabbiner jener Zeit (Maharil, Y. Isserlein, Yaakov Weil u.a.) sich unter den neuen historischen Bedingungen für die Neukonstituierung des jüdischen Lebens und jüdischer Gelehrsamkeit einsetzten.

 

 
Übersicht der Reihe:

Jüdische Künstler und das Bild des Ewigen Juden. Vom antijüdischen Stereotyp zur jüdischen Identifikationsfigur
Band 18 (Lea Weik)
 

Yiddish Poets and the Soviet Union, 1917–1948
Band 17 (Daniela Mantovan)
 

Schrift als Stigma. Hebräische und hebraisierende Inschriften auf Gemälden der Spätgotik
Band 16 (Margaretha Boockmann)
 

Synagogen im Großherzogtum Baden (1806–1918)
Eine Untersuchung zu ihrer Rezeption in den öffentlichen Medien

Band 15 (Christiane Twiehaus)
 

Jüdische Sammler und ihr Beitrag zur Kultur der Moderne
Jewish Collectors and Their Contribution to Modern Culture

Band 14 (Annette Weber und Jihan Radjai-Ordoubadi)
 

Jüdische Studien als Disziplin - Die Disziplinen der Jüdischen Studien.
Festschrift der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg 1979-2009
Band 13: (Johannes Heil und Daniel Krochmalnik)
 

Herausgeforderte Identität. Kontextwandel am Beispiel von Moses Maimonides und Hasdai Crescas
Band 12  (Frederek Musall)
 

Hebraismen in den aramäischen Texten vom Toten Meer
Band 11 (Christian Stadel)


Raschi und sein Erbe.
Band 10 (Daniel Krochmalnik, Hanna Liss, Ronen Reichman)


„Der Odem des Menschen ist eine Leuchte des Herrn.“ Aharon Agus zum Gedenken.
Band 09 (Ronen Reichman)


Tanach. Lehrbuch der jüdischen Bibel
Band 08 (Hanna Liss, in Zusammenarbeit mit Annette M. Böckler und Bruno Landthaler)


Spracharkaden. Die Sprache der sephardischen Juden in Italien im 16.-17. Jahrhundert
Band 07 (Rafael Arnold)


מה- טוב חלקנו „Wie gut ist unser Anteil“.Gedenkschrift für Yehuda T. Radday.
Band 06 (Daniel Krochmalnik/Magdalena Schultz)

Yagdil Tora we-Ya’adir. Gedenkschrift für Julius Carlebach.
Band 05 (Hanna Liss)


Ein Leben für die jüdische Kunst. Gedenkband für Hannelore Künzl.
Band 04 (Michael Graetz)


Die Überlinger Jüdischen Grabinschriften
Band 03 (G. Wilhelm Nebe)


Judentum zwischen Tradition und Moderne
Band 02 (Gerd Biegel/Michael Graetz)


Zinzendorfs nonkonformistische Haltung zum Judentum
Band 01 (Christiane Dithmar)


25 und ein Buch
Jubiläumsband des 25-jährigen Bestehens der Hochschule für Jüdische Studien (Monika Preuss
/ Margaretha Boockmann)

 

Alle Ausgaben der Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg erhalten Sie beim Winter Verlag

 

 

Jüdische Künstler und das Bild des Ewigen Juden. Vom antijüdischen Stereotyp zur jüdischen Identifikationsfigur
Band 18, Lea Weik, Heidelberg 2015

Das Bild der christlichen Legendenfigur des Ewigen Juden Ahasver ist heute stark geprägt durch seine Verwendung in der antisemitischen Propaganda der Nationalsozialisten.
Angesichts dieser ideologischen Vereinnahmung scheint es kaum vorstellbar, dass sich jüdische Künstler mit der Figur beschäftigt haben. Doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts machten zahlreiche deutsch-jüdische Autoren Ahasver zum Protagonisten ihrer Dichtungen und Romane. Seit dem späten 19. Jahrhundert setzten sich dann auch namhafte bildende Künstler jüdischer Herkunft in Deutschland und Osteuropa mit dem Ewigen Juden auseinander und schufen durch ihre Umdeutung eine vielschichtige jüdische Identifikationsfigur.

Die vorliegende Studie liefert neben der kunsthistorisch-ikonografischen Analyse ausgewählter Ahasver-Darstellungen einzelner Künstler eine eingehende kulturhistorische Untersuchung des Motivs im Spannungsfeld von literarischen und religiösen Traditionen sowie soziokulturellen und gesellschaftspolitischen Prozessen.

 

Yiddish Poets and the Soviet Union, 1917–1948
Band 17, Hrsg: Daniela Mantovan, Heidelberg 2012

The mapping of Soviet-Yiddish literature in revolutionary and post-revolutionary Russia/Soviet Union demands re-evaluation in the light of recent historical research. This volume of proceedings of the First Heidelberg International Conference in Modern Yiddish Studies, ‘Yiddish Poets and the Soviet Union, 1917–1948’, is primarily concerned with the poetic word and its utopian belief, as well as with the “masters” of the Yiddish word, the poets, and their predicament in the Soviet state. Integral to the discussion is the work of those Yiddish poets in the Diaspora who had strong ideological ties with the Soviet Union, as well as the lesser known, marginalized poetry written by women.
Thanks to the interdisciplinary perspective of the conference, the essential role played by socio-historical ideological and cross-cultural factors in the making of Soviet-Yiddish poetry comes to the fore.

 

Schrift als Stigma. Hebräische und hebraisierende Inschriften auf Gemälden der Spätgotik
Band 16, Margaretha Boockmann, Heidelberg 2013

Auf zahlreichen spätgotischen Altargemälden erscheinen hebräische Schriftzeichen, sowie Zeichen, die der hebräischen Schrift nahekommen. Sie finden sich innerhalb der dargestellten Szenen auf Gegenständen wie Gefäßen, Schilden und Fahnen, auf Schrifttafeln, sowie auch auf Gewändern, dort zumeist als Borten an Säumen und Ausschnitten.

Diese Inschriften bezeugen einerseits das steigende Interesse an Lesen und Schreiben – und zwar nicht nur der lateinischen Schrift – in der Zeit der Spätgotik, auf der anderen Seite sind sie Ausdruck des Verhältnisses, das die Auftraggeber, Maler und Betrachter der Altartafeln zum Hebräischen und zu den Juden ihrer Zeit hatten.
Die Untersuchung von mehr als 500 Zeugnissen zeigt, dass die Inschriften zu ihrem größeren Teil nicht sinnvoll lesbar sind und ihr Erscheinen im Bild nicht aus ihrer inhaltlichen Bedeutung erklärt werden kann. Ihre primäre Funktion erwächst nicht aus der tatsächlichen Bedeutung der Schriftzeichen, vielmehr kennzeichnen sie eine Szene als im jüdischen Umfeld stattfindend, oder eine einzelne Figur als jüdisch. In diesem Fall ist das Kennzeichen zumeist negativ konnotiert und wird zum Stigma.

Ein umfangreicher Tafelteil dokumentiert die behandelten Gemälde und Inschriften.

 

Synagogen im Großherzogtum Baden (1806–1918)
Eine Untersuchung zu ihrer Rezeption in den öffentlichen Medien

Band 15, Christiane Twiehaus, Heidelberg 2012

Kunsthistorische Untersuchungen zur Synagogenarchitektur in Deutschland lassen besonders den Bauten des 19. Jahrhunderts Aufmerksamkeit zuteil werden, denn sie sind durch die neu erlangten bürgerlichen Rechte und Freiheiten der jüdischen Bevölkerung an exponierten Stellen im Stadtbild errichtet und zum Teil aufwendig gebaut. Doch lassen diese Studien eine ganz andere Perspektive auf den Synagogenbau meist außer Acht: die der Öffentlichkeit, die die Synagoge zur Zeit ihrer Erbauung und Einweihung wahrnimmt.
Am Beispiel des Großherzogtums Baden untersucht die vorliegende Arbeit anhand von öffentlichen Medien, wie etwa Tageszeitungen und Zeitschriften, die unmittelbaren, kontemporären Reaktionen, wie sie sich im Zuge der Errichtung einer Synagoge bzw. eines Betsaals niederschlagen. Eine Artikelsammlung ist auf CD beigefügt.

 

Jüdische Sammler und ihr Beitrag zur Kultur der Moderne
Jewish Collectors and Their Contribution to Modern Culture

Band 14, Hrsg.: Annette Weber und Jihan Radjai-Ordoubadi, Heidelberg 2011

Jüdische Sammler haben durch ihr öffentlich-mäzenatisches Handeln einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Kultur der Moderne geleistet. Geprägt vom Bildungsbewusstsein der Aufklärung, folgten sie zunächst dem Vorbild der Rothschilds und wurden zu engagierten Sammlern und Stiftern alter und antiker Kunst. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begeisterten sich viele von ihnen auch für Impressionismus und Moderne und setzten sich trotz Ablehnung der Öffentlichkeit dafür ein, dass diese Werke in Museumsbesitz gelangten. Sie bereiteten damit den Boden für die Wertschätzung der Gegenwartskunst weltweit.

Der Band versammelt die Beiträge eines Symposiums von 2007, das die Hochschule für Jüdische Studien gemeinsam mit dem Zentrum für europäische Kunstgeschichte der Ruprecht Karls-Universität Heidelberg veranstaltet hat. Erstmals werden die Aktivitäten jüdischer Sammler und Mäzene weltweit in den Blick genommen.

 

Jüdische Studien als Disziplin - Die Disziplinen der Jüdischen Studien.
Festschrift der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg 1979-2009
Band 13, Hrsg.: Johannes Heil und Daniel Krochmalnik, Heidelberg 2010

In dem Band geben neunzehn Wissenschaftler der Hochschule für Jüdische Studien mit ihren Beiträgen Arbeitsproben und Einblicke in die Teildisziplinen
der Heidelberger Jüdischen Studien. Zusammen ergibt sich ein eindrucksvolles Panorama eines reichen Fächerspektrums, das von der altorientalistischen Philologie bis zur modernen jüdischen Literatur und zu aktuellen Israelstudien reicht - eine im deutschsprachigen Raum einzigartige Bündelung judaistischer Kompetenz und Sachkunde.

 

Herausgeforderte Identität. Kontextwandel am Beispiel von Moses Maimonides und Hasdai Crescas
Band 12, Frederek Musall, Heidelberg 2008

Die beiden spanisch-jüdischen Philosophen Moses Maimonides (1138-1204) und Hasdai Crescas (1340-1412) gehören zweifelsohne zu den wichtigsten jüdischen Denkern des Mittelalters und stehen zudem in einem direkten Bezug zueinander: Denn Or Hashem (deut. "Das Licht des Herrn"), das dogmatisch-philosophische Hauptwerk von Crescas, ist als eine explizite Kritik an Maimonides philosophischem opus magnum Dalālat al-ḥā'irīn (hebr. Moreh Nevuchim; deut. "Wegweiser der Verwirrten") formuliert. Doch warum hat das philosophische Programm von Maimonides Erfolg, während das seines Kritikers Crescas letztlich scheitert? Kann man hier gar von einem Paradigmenwechsel im Kuhn'schen Sinne sprechen, welchen beide intendieren, oder sind vielleicht andere Faktoren für den Erfolg bzw. Scheiterns des jeweiligen Programmes ausschlaggebend?

Die vorliegende Arbeit geht eben diesen Fragen nach, indem sie versucht, die vielschichtigen historischen, religiösen und intellektuellen Kontextbezüge der beiden Werke offenzulegen, sowie jene Prozesse zu ergründen, welche zwischen diesen beiden Werken stehen. Anhand der Wirkungsintension und Wirkungsrealität von Maimonides und Crescas soll hier schließlich geklärt und verdeutlicht werden, worin Maimonides und Crescas in ihren spezifischen Kontexten ihre Identität im komplexen Beziehungsgefüge der konstituierenden Wissensquellen Tradition – Autorität – Neuerung herausgefordert sehen.

 

Hebraismen in den aramäischen Texten vom Toten Meer
Band 11, Chrisitan Stadel, Heidelberg 2008

Das Verhältnis der im Land Israel zur Zeitenwende gesprochenen und geschriebenen Sprachen Hebräisch und Aramäisch zueinander beschäftigt Judaisten, Theologen und Orientalisten schon seit Jahrzehnten. Unbeachtet blieb bisher, dass eine Untersuchung der Auswirkungen des Sprachkontaktes Rückschlüsse auf Stellung und Verbreitung der beteiligten Sprachen zulässt.
Während aramäischer Einschlag im Hebräischen der Zeit schon untersucht wurde, lag für den umgekehrten Fall noch keine Bearbeitung vor. Um diesen Mangel zu beheben unternimmt dieser Band eine philologische Analyse allen hebräischen Einflusses auf die Sprache der aramäischen Texte aus Qumran am Toten Meer, des größten aramäischen Textkorpus der Zeit um Christi Geburt. Die so ermittelten Daten werden anhand neuester linguistischer Erkenntnisse zu Sprachkontaktsituationen bewertet und geben dann einen faszinierenden Einblick in die sprachliche Welt Israels vor 2000 Jahren.
Die Drucklegung des Buches wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ermöglicht.

 

Raschi und sein Erbe
Band 10, Hrsg.: Daniel Krochmalnik, Hanna Liss und Ronen Reichman, Heidelberg 2007

Der Band enthält Aufsätze, die bei der Tagung in mündlicher Form vorgestellt wurden sowie drei Beiträge in thematischer Ergänzung der Tagung. Die Beiträge beleuchten zum einen die Person des Raschi und seine Zeit, zum anderen aber auch Raschis literarisches Erbe, das sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Genres niederschlägt. Neben der eigentlichen Bibelkommentarliteratur kommen daher auch die narrativen Überlieferungen und Legenden ebenso zur Sprache wie Halacha-Kompendien oder religiöse Poesie (Piyyut). Stadt und jüdische Gemeinde Worms werden durch Thematisierung der dortigen Raschi-Rezeption und der Erschließung der Grabsteine des bedeutenden jüdischen Friedhofs gewürdigt.

 

Der Odem des Menschen ist eine Leuchte des Herrn Aharon Agus zum Gedenken
Band 9, Hrsg.: Ronen Reichman, Heidelberg 2006

Mit Fragen rabbinischer Religiosität – nicht der institutionalisierten Religion – hat sich Aharon Agus zeit seines Lebens auseinandergesetzt. Daran knüpfen die Autoren der in diesem Gedenkband versammelten Beiträge direkt und indirekt an und vertiefen diese Fragedimension innerhalb der rabbinischen Literatur und darüber hinaus. In vielfältiger Weise und auf unterschiedlichen Ebenen bezeugt der hier vorliegende Sammelband konkrete Aussichten für eine produktive wissenschaftliche interreligiöse Zusammenarbeit, wohl im Sinne von Aharon Agus, für den dieser Dialog so wichtig war.

 

Tanach
Lehrbuch der jüdischen Bibel
Band8, Hanna Liss, Heidelberg 2011

Mit diesem Lehrbuch wird erstmals eine Bibelkunde vorgelegt, die die Bibel ausschließlich vor dem jüdischen Verstehenshorizont präsentiert. Das Buch vermittelt die biblischen Inhalte thematisch aufbereitet, verweist auf religionsgesetzliche Weiterentwicklungen und stellt durchgehend den Gebrauch der Bibeltexte im jüdischen Gottesdienst und in der häuslichen rituellen Praxis vor. Das Buch spiegelt die langjährige Unterrichtserfahrung der Autorin wider. Didaktisch wird die Darstellung des biblischen Textes durch Lesehilfen, Hintergrundinformationen und eine Fülle von Querverweisen begleitet. Ein ausführliches Glossar und Stichwortregister machen dieses Buch auch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk zur Bibel. Das Buch wendet sich an Judaisten, Theologen, Lehrer und Schüler sowie alle, die sich mit jüdischer Religion und Kultur beschäftigen.

 

Spracharkaden
Die Sprache der sephardischen Juden in Italien im 16. und 17. Jahrhundert
Band 7, Rafael Arnold, Heidelberg 2006

Nach ihrer Vertreibung aus Spanien (1492) und Portugal (1496/97) fanden viele iberische Juden in Italien Zuflucht, wo sich u. a. in Venedig, Ferrara und Livorno neue Zentren sephardischer Kultur entwickelten. Anhand einer bislang in ihrer Reichhaltigkeit nicht bekannten Literatur sowie unter Verwendung handschriftlicher und grabinschriftlicher, teilweise bisher unveröffentlichter Zeugnisse wird die Sprache der sephardischen Juden in Italien im 16.-18. Jahrhundert hier erstmals und in größeren Zusammenhängen erforscht.
Einen besonderen Schwerpunkt dieser Untersuchung bilden Übersetzungen und Übersetzungsmethoden sakraler Texte, zu denen die sogenannte "Ferrara-Bibel" (1553) und die "Venezianische Haggada" (1609) gehören.
Die Beschreibung einer durch die Vertreibung aus dem Mutterland entstandenen Emigrantenvarietät des Spanischen mitsamt der hebräischen und romanischen Interferenzen stellt dabei nur den linguistischen Aspekt einer Forschungsarbeit von weitreichendem kulturgeschichtlichem Interesse dar.

 

Wie gut ist unser Anteil. Gedenkschrift für Yehuda T. Radday
Band 6, Hrsg.: Daniel Krochmalnik und Magdalena Schultz, Heidelberg 2004

Yehuda T. Radday, dem dieser Gedenkband gewidmet ist, war 1982 erstmals an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg Professor im Fach Bibel und hat zeitweise als Prorektor die Geschicke dieser Institution mitbestimmt. Kolleginnen und Kollegen, die ihn in dieser Zeit als Wissenschaftler, Hochschullehrer und Freund kennen und schätzen lernten, erweisen ihm mit ihren Beiträgen zu diesem Gedenkband die Ehre. Die Vielfalt der angeschnittenen Themen reflektiert die Vielseitigkeit von Raddays Lehr- und Forschungstätigkeit.

 


Yagdil Tora We-Ya'adir. Gedenkschrift für Julius Carlebach
Band 5, Hrsg.: Hanna Liss in Zusammenarbeit mit Ursula Beitz, Heidelberg 2003

Die Publikation ist eine Hommage an Julius Carlebach, den langjährigen Rektor der Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg, der im April 2001 in Brighton (England) verstarb. Der Band vereinigt Beiträge aus den Disziplinen Bibel/Jüdische Bibelauslegung, Talmud, Geschichte, Soziologie, Philosophie, Literatur und Religionspädagogik. Sie repräsentieren das Spektrum der Jüdischen Studien an der Heidelberger Institution. Darüber hinaus enthält der Band Aufsätze ehemaliger Mitarbeiter von Julius Carlebach und von Kollegen der Universität Heidelberg, die während seiner Amtszeit (1989-1997) im Rahmen von Forschungsprojekten und Symposien mit ihm zusammen gearbeitet haben.

 

Ein Leben für die jüdische Kunst. Gedenkband für Hannelore Künzl
Band 4, Hrsg.: Michael Graetz, Heidelberg 2003

Auch nach dem Untergang des antiken Staates in Palästina und dem Auszug der Juden ins Exil haben diese auf künstlerisches Schaffen nie verzichtet. Allerdings war es über die Jahrhunderte bis in die Neuzeit vor allem eine religiöse Kunst, die durch besondere Formen ihren Anspruch auf Eigenständigkeit artikulierte. Sie umfasste Bereiche wie Architektur von Synagogen und Mikwen, Grabkunst und Buchmalerei sowie Ritualkunst, deren Symbolsprache aus den Quellen des Judentums schöpfte. In der modernen, säkularisierten Welt fügten die Maler und nicht zuletzt jene im Staate Israel ihre besondere Komponente hinzu.
Alle Bereiche sind in diesem Band vertreten, denen Frau Professor Dr. Hannelore Künzl in Lehre und Forschung ihre Aufmerksamkeit geschenkt hat. Ihr ist der Aufbau des Fachbereichs "Jüdische Kunst" an der Hochschule für Jüdische Studien zu verdanken, und ihrem Andenken ist dieser Band gewidmet.

 

Die Überlinger Jüdischen Grabinschriften. Ad Monumenta Judaica Medinat Bodase
Band 3, Gerhard-Wilhelm Nebe, Heidelberg 2002

Das Überlinger städtische Museum präsentiert seine mittelalterlichen jüdischen Grabdokumente neu und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Sie dokumentieren einen Ausschnitt der Geschichte und Kultur der Juden im Bodenseeraum. Die Grabsteine sind die ältesten Grabdokumente in Baden-Württemberg: 15 Steine vornehmlich aus den Jahren 1275 bis 1332 bzw. 1349, das heißt bis zur Zeit der großen Judenverfolgungen in Süddeutschland. Die Grabsteine haben überlebt, weil sie vollständig oder zerschlagen als Bausteine Verwendung fanden. Die vorliegende Arbeit transkribiert, übersetzt und kommentiert die Grabinschriften.

 

Judentum zwischen Tradition und Moderne
Band 2, Hrsg.: Gerd Biegel und Michael Graetz, Heidelberg 2002

Die Debatte zwischen Traditionalisten und Modernisten im Judentum entbrannte erstmals in der Frühen Neuzeit vor allem in Holland und in Italien, im Kreis der sefardischen Juden. Wenn von Tradition versus Moderne die Rede ist, denken wir an Konfliktsituationen, in denen die Gültigkeit des normativen Judentums in Frage gestellt wurde. Denker wie Spinoza und Mendelssohn sind zwei herausragende Vertreter einer solchen Konfliktsituation, in die immer breitere Kreise der jüdischen Gesellschaft hineingezogen wurden. Das Judentum konnte sich dem Säkularisierungsprozess und dem Fortschritt der Wissenschaft in Europa nicht verschließen. Noch bevor die Juden aus den Gassen bzw. aus dem Ghetto ausziehen durften und die rechtliche Gleichstellung erlangten, haben sie an der geistig-kulturellen Wende Europas Teil gehabt.

Die Beiträge der Tagungsteilnehmer aus Fachbereichen wie Jüdische Kunst, -Musik, -Geschichte und -Literatur, setzen sich mit dem komplexen Spannungsverhältnis von Tradition und Moderne auseinander, das auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts nichts von seiner Brisanz eingebüßt hat.

 

Zinzendorfs nonkonformistische Haltung zum Judentum
Band1, Christiane Dithmar, Heidelberg 2000

Zeitgleich mit dem dreihundertsten Geburtstagsjubiläum des Nikolaus Graf von Zinzendorf (1700-1760), eine der ungewöhnlichen und faszinierenden Gestalten des Pietismus und der Herrnhuter Brüdergemeinde, liegt eine auf umfangreichem primären Quellenmaterial beruhende Erörterung vor. Vor dem Leser ersteht ein bisher unbekannter, ein nonkonformistischer Zinzendorf. Nonkonformistisch, weil er sich zu einer völlig neuen Sicht von Juden und Judentum durchringt und sich in einer dramatischen mentalen Wende von den altjüdischen Vorurteilen Luthers und der protestantischen Kirche befreit.

Ein Buch der Religions- und Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit, das einen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und zum ökumenischen Denken leistet.

 

25 und ein Buch
Aus der Bibliothek der Hochschule für Jüdische Studien

herausgegeben von Monika Preuss
und Margaretha Boockmann

Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Jubiläumsband des 25-jährigen Bestehens der Hochschule für Jüdische Studien
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2004
ISBN 3-253-1633-6
65 Seiten

Die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg ist eine vergleichsweise junge akademische Einrichtung. Ihre Bibliothek wird deshalb überwiegend als Sammlung moderner Sekundärliteratur wahrgenommen. Das 25jährige Bestehen der Hochschule für Jüdische Studien bietet daher den willkommenen Anlass, Druckwerke aus fünf Jahrhunderten vorzustellen. Die Auswahl spiegelt die Vielfalt der an der Hochschule gelehrten Disziplinen wider. Zugleich bietet sie einen Einblick in fünf Jahrhunderte jüdischer Kultur und Literatur.

 

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Letzte Änderung: 21.04.2016