Schriftenreihe
Jüdische Sammler und ihr Beitrag zur Kultur der Moderne
Jewish Collectors and Their Contribution to Modern Culture
Band 14, Hrsg.: Annette Weber und Jihan Radjai-Ordoubadi, Heidelberg 2011
Jüdische Sammler haben durch ihr öffentlich-mäzenatisches Handeln einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Kultur der Moderne geleistet. Geprägt vom Bildungsbewusstsein der Aufklärung, folgten sie zunächst dem Vorbild der Rothschilds und wurden zu engagierten Sammlern und Stiftern alter und antiker Kunst. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begeisterten sich viele von ihnen auch für Impressionismus und Moderne und setzten sich trotz Ablehnung der Öffentlichkeit dafür ein, dass diese Werke in Museumsbesitz gelangten. Sie bereiteten damit den Boden für die Wertschätzung der Gegenwartskunst weltweit.
Der Band versammelt die Beiträge eines Symposiums von 2007, das die Hochschule für Jüdische Studien gemeinsam mit dem Zentrum für europäische Kunstgeschichte der Ruprecht Karls-Universität Heidelberg veranstaltet hat. Erstmals werden die Aktivitäten jüdischer Sammler und Mäzene weltweit in den Blick genommen.
Übersicht
Jüdische Studien als Disziplin - Die Disziplinen der Jüdischen Studien.
Festschrift der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg 1979-2009
Bd. 13: Hrsg. Johannes Heil und Daniel Krochmalnik, Heidelberg 2010
Herausgeforderte Identität. Kontextwandel am Beispiel von Moses Maimonides und Hasdai Crescas
Band 12 (Frederek Musall)
Hebraismen in den aramäischen Texten vom Toten Meer
Band 11 (Christian Stadel)
Raschi und sein Erbe.
Band 10 (Daniel Krochmalnik, Hanna Liss, Ronen Reichman)
„Der Odem des Menschen ist eine Leuchte des Herrn.“ Aharon Agus zum Gedenken.
Band 09 (Ronen Reichman)
Tanach. Lehrbuch der jüdischen Bibel
Band 08 (Hanna Liss, in Zusammenarbeit mit Annette M. Böckler und Bruno Landthaler)
Spracharkaden. Die Sprache der sephardischen Juden in Italien im 16.-17. Jahrhundert
Band 07 (Rafael Arnold)
מה- טוב חלקנו „Wie gut ist unser Anteil“.Gedenkschrift für Yehuda T. Radday.
Band 06 (Daniel Krochmalnik/Magdalena Schultz)
Yagdil Tora we-Ya’adir. Gedenkschrift für Julius Carlebach.
Band 05 (Hanna Liss)
Ein Leben für die jüdische Kunst. Gedenkband für Hannelore Künzl.
Band 04 (Michael Graetz)
Die Überlinger Jüdischen Grabinschriften
Band 03 (G. Wilhelm Nebe)
Judentum zwischen Tradition und Moderne
Band 02 (Gerd Biegel/Michael Graetz )
Zinzendorfs nonkonformistische Haltung zum Judentum
Band 01 (Christiane Dithmar)
25 und ein Buch
Jubiläumsband des 25-jährigen Bestehens der Hochschule für Jüdische Studien (Monika Preuss
/ Margaretha Boockmann)
Jüdische Studien als Disziplin - Die Disziplinen der Jüdischen Studien.
Festschrift der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg 1979-2009
Bd. 13: Hrsg. Johannes Heil und Daniel Krochmalnik, Heidelberg 2010
In dem Band geben neunzehn Wissenschaftler der Hochschule für Jüdische Studien mit ihren Beiträgen Arbeitsproben und Einblicke in die Teildisziplinen
der Heidelberger Jüdischen Studien. Zusammen ergibt sich ein eindrucksvolles Panorama eines reichen Fächerspektrums, das von der altorientalistischen Philologie bis zur modernen jüdischen Literatur und zu aktuellen Israelstudien reicht - eine im deutschsprachigen Raum einzigartige Bündelung judaistischer Kompetenz und Sachkunde.
Herausgeforderte Identität. Kontextwandel am Beispiel von Moses Maimonides und Hasdai Crescas
Bd. 12: Frederek Musall, Heidelberg 2008
Die beiden spanisch-jüdischen Philosophen Moses Maimonides (1138-1204) und Hasdai Crescas (1340-1412) gehören zweifelsohne zu den wichtigsten jüdischen Denkern des Mittelalters und stehen zudem in einem direkten Bezug zueinander: Denn Or Hashem (deut. "Das Licht des Herrn"), das dogmatisch-philosophische Hauptwerk von Crescas, ist als eine explizite Kritik an Maimonides philosophischem opus magnum Dalālat al-ḥā'irīn (hebr. Moreh Nevuchim; deut. "Wegweiser der Verwirrten") formuliert. Doch warum hat das philosophische Programm von Maimonides Erfolg, während das seines Kritikers Crescas letztlich scheitert? Kann man hier gar von einem Paradigmenwechsel im Kuhn'schen Sinne sprechen, welchen beide intendieren, oder sind vielleicht andere Faktoren für den Erfolg bzw. Scheiterns des jeweiligen Programmes ausschlaggebend?
Die vorliegende Arbeit geht eben diesen Fragen nach, indem sie versucht, die vielschichtigen historischen, religiösen und intellektuellen Kontextbezüge der beiden Werke offenzulegen, sowie jene Prozesse zu ergründen, welche zwischen diesen beiden Werken stehen. Anhand der Wirkungsintension und Wirkungsrealität von Maimonides und Crescas soll hier schließlich geklärt und verdeutlicht werden, worin Maimonides und Crescas in ihren spezifischen Kontexten ihre Identität im komplexen Beziehungsgefüge der konstituierenden Wissensquellen Tradition – Autorität – Neuerung herausgefordert sehen.
Hebraismen in den aramäischen Texten vom Toten Meer von Christian Stadel
Heft 11, 160 Seiten. Carl Winter Verlag, Heidelberg 2008.
Das Verhältnis der im Land Israel zur Zeitenwende gesprochenen und geschriebenen Sprachen Hebräisch und Aramäisch zueinander beschäftigt Judaisten, Theologen und Orientalisten schon seit Jahrzehnten. Unbeachtet blieb bisher, dass eine Untersuchung der Auswirkungen des Sprachkontaktes Rückschlüsse auf Stellung und Verbreitung der beteiligten Sprachen zulässt.
Während aramäischer Einschlag im Hebräischen der Zeit schon untersucht wurde, lag für den umgekehrten Fall noch keine Bearbeitung vor. Um diesen Mangel zu beheben unternimmt dieser Band eine philologische Analyse allen hebräischen Einflusses auf die Sprache der aramäischen Texte aus Qumran am Toten Meer, des größten aramäischen Textkorpus der Zeit um Christi Geburt. Die so ermittelten Daten werden anhand neuester linguistischer Erkenntnisse zu Sprachkontaktsituationen bewertet und geben dann einen faszinierenden Einblick in die sprachliche Welt Israels vor 2000 Jahren.
Die Drucklegung des Buches wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ermöglicht.
Raschi und sein Erbe
herausgegeben von Daniel Krochmalnik, Hanna Liss und Ronen Reichman
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 10
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2007
ISBN 3-8253-5396-6
241 Seiten
Der Odem des Menschen ist eine Leuchte des Herrn Aharon Agus zum Gedenken
herausgegeben von Ronen Reichman
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 9
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2006
ISBN 3-8253-5191-2
298 Seiten
Mit Fragen rabbinischer Religiosität – nicht der institutionalisierten Religion – hat sich Aharon Agus zeit seines Lebens auseinandergesetzt. Daran knüpfen die Autoren der in diesem Gedenkband versammelten Beiträge direkt und indirekt an und vertiefen diese Fragedimension innerhalb der rabbinischen Literatur und darüber hinaus. In vielfältiger Weise und auf unterschiedlichen Ebenen bezeugt der hier vorliegende Sammelband konkrete Aussichten für eine produktive wissenschaftliche interreligiöse Zusammenarbeit, wohl im Sinne von Aharon Agus, für den dieser Dialog so wichtig war.
Tanach
Lehrbuch der jüdischen Bibel
Hanna Liss
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 8
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2005
ISBN 3-8253-5116-5
393 Seiten
Mit diesem Lehrbuch wird erstmals eine Bibelkunde vorgelegt, die die Bibel ausschließlich vor dem jüdischen Verstehenshorizont präsentiert. Das Buch vermittelt die biblischen Inhalte thematisch aufbereitet, verweist auf religionsgesetzliche Weiterentwicklungen und stellt durchgehend den Gebrauch der Bibeltexte im jüdischen Gottesdienst und in der häuslichen rituellen Praxis vor. Das Buch spiegelt die langjährige Unterrichtserfahrung der Autorin wider. Didaktisch wird die Darstellung des biblischen Textes durch Lesehilfen, Hintergrundinformationen und eine Fülle von Querverweisen begleitet. Ein ausführliches Glossar und Stichwortregister machen dieses Buch auch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk zur Bibel. Das Buch wendet sich an Judaisten, Theologen, Lehrer und Schüler sowie alle, die sich mit jüdischer Religion und Kultur beschäftigen.
Spracharkaden
Die Sprache der sephardischen Juden in Italien im 16. und 17. Jahrhundert
Rafael Arnold
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 7
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2006
ISBN 3-8253-5004-5
388 Seiten
Nach ihrer Vertreibung aus Spanien (1492) und Portugal (1496/97) fanden viele iberische Juden in Italien Zuflucht, wo sich u. a. in Venedig, Ferrara und Livorno neue Zentren sephardischer Kultur entwickelten. Anhand einer bislang in ihrer Reichhaltigkeit nicht bekannten Literatur sowie unter Verwendung handschriftlicher und grabinschriftlicher, teilweise bisher unveröffentlichter Zeugnisse wird die Sprache der sephardischen Juden in Italien im 16.-18. Jahrhundert hier erstmals und in größeren Zusammenhängen erforscht.
Einen besonderen Schwerpunkt dieser Untersuchung bilden Übersetzungen und Übersetzungsmethoden sakraler Texte, zu denen die sogenannte "Ferrara-Bibel" (1553) und die "Venezianische Haggada" (1609) gehören.
Die Beschreibung einer durch die Vertreibung aus dem Mutterland entstandenen Emigrantenvarietät des Spanischen mitsamt der hebräischen und romanischen Interferenzen stellt dabei nur den linguistischen Aspekt einer Forschungsarbeit von weitreichendem kulturgeschichtlichem Interesse dar.
Wie gut ist unser Anteil
Gedenkschrift für Yehuda T. Radday
herausgegeben von Daniel Krochmalnik
und Magdalena Schultz
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 6
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2004
ISBN 3-8253-1658-0
139 Seiten
Yehuda T. Radday, dem dieser Gedenkband gewidmet ist, war 1982 erstmals an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg Professor im Fach Bibel und hat zeitweise als Prorektor die Geschicke dieser Institution mitbestimmt. Kolleginnen und Kollegen, die ihn in dieser Zeit als Wissenschaftler, Hochschullehrer und Freund kennen und schätzen lernten, erweisen ihm mit ihren Beiträgen zu diesem Gedenkband die Ehre. Die Vielfalt der angeschnittenen Themen reflektiert die Vielseitigkeit von Raddays Lehr- und Forschungstätigkeit.
25 und ein Buch
Aus der Bibliothek der Hochschule für Jüdische Studien
herausgegeben von Monika Preuss
und Margaretha Boockmann
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Jubiläumsband des 25-jährigen Bestehens der Hochschule für Jüdische Studien
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2004
ISBN 3-253-1633-6
65 Seiten
Die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg ist eine vergleichsweise junge akademische Einrichtung. Ihre Bibliothek wird deshalb überwiegend als Sammlung moderner Sekundärliteratur wahrgenommen. Das 25jährige Bestehen der Hochschule für Jüdische Studien bietet daher den willkommenen Anlass, Druckwerke aus fünf Jahrhunderten vorzustellen. Die Auswahl spiegelt die Vielfalt der an der Hochschule gelehrten Disziplinen wider. Zugleich bietet sie einen Einblick in fünf Jahrhunderte jüdischer Kultur und Literatur.
Yagdil Tora We-Ya'adir
Gedenkschrift für Julius Carlebach
herausgegeben von Hanna Liss
in Zusammenarbeit mit Ursula Beitz
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 5
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2003
ISBN 3-8253-1450-2
175 Seiten
Die Publikation ist eine Hommage an Julius Carlebach, den langjährigen Rektor der Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg, der im April 2001 in Brighton (England) verstarb. Der Band vereinigt Beiträge aus den Disziplinen Bibel/Jüdische Bibelauslegung, Talmud, Geschichte, Soziologie, Philosophie, Literatur und Religionspädagogik. Sie repräsentieren das Spektrum der Jüdischen Studien an der Heidelberger Institution. Darüber hinaus enthält der Band Aufsätze ehemaliger Mitarbeiter von Julius Carlebach und von Kollegen der Universität Heidelberg, die während seiner Amtszeit (1989-1997) im Rahmen von Forschungsprojekten und Symposien mit ihm zusammen gearbeitet haben.
Ein Leben für die jüdische Kunst
Gedenkband für Hannelore Künzl
herausgegeben von Michael Graetz
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 4
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2003
ISBN 3-8253-1446-4
236 Seiten
Auch nach dem Untergang des antiken Staates in Palästina und dem Auszug der Juden ins Exil haben diese auf künstlerisches Schaffen nie verzichtet. Allerdings war es über die Jahrhunderte bis in die Neuzeit vor allem eine religiöse Kunst, die durch besondere Formen ihren Anspruch auf Eigenständigkeit artikulierte. Sie umfasste Bereiche wie Architektur von Synagogen und Mikwen, Grabkunst und Buchmalerei sowie Ritualkunst, deren Symbolsprache aus den Quellen des Judentums schöpfte. In der modernen, säkularisierten Welt fügten die Maler und nicht zuletzt jene im Staate Israel ihre besondere Komponente hinzu.
Alle Bereiche sind in diesem Band vertreten, denen Frau Professor Dr. Hannelore Künzl in Lehre und Forschung ihre Aufmerksamkeit geschenkt hat. Ihr ist der Aufbau des Fachbereichs "Jüdische Kunst" an der Hochschule für Jüdische Studien zu verdanken, und ihrem Andenken ist dieser Band gewidmet.
Die Überlinger Jüdischen Grabinschriften
Ad Monumenta Judaica Medinat Bodase
Gerhard-Wilhelm Nebe
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 3
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2002
ISBN 3-8253-1362-X
84 Seiten
Das Überlinger städtische Museum präsentiert seine mittelalterlichen jüdischen Grabdokumente neu und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Sie dokumentieren einen Ausschnitt der Geschichte und Kultur der Juden im Bodenseeraum. Die Grabsteine sind die ältesten Grabdokumente in Baden-Württemberg: 15 Steine vornehmlich aus den Jahren 1275 bis 1332 bzw. 1349, das heißt bis zur Zeit der großen Judenverfolgungen in Süddeutschland. Die Grabsteine haben überlebt, weil sie vollständig oder zerschlagen als Bausteine Verwendung fanden. Die vorliegende Arbeit transkribiert, übersetzt und kommentiert die Grabinschriften.
Judentum zwischen Tradition und Moderne
herausgegeben von Gerd Biegel und Michael Graetz
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien, Band 2
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2002
ISBN
197 Seiten
Zinzendorfs nonkonformistische Haltung zum Judentum
Christiane Dithmar
Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Band 1
Universitätsverlag Winter Heidelberg 2000
ISBN
335 Seiten
