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Veranstaltungen Wintersemester 2010/11

 

Wissenschaftlicher Vortrag
Dr. Eran Almagor (Simon-Dubnow-Institut, Universität Leipzig)
„Flavius Josephus on Persian-era Stories”
Dienstag, 25. Januar 2011, 18.15 Uhr
Gewölbekeller
 
Eran Almagor is a researcher originally based at the Hebrew University of Jerusalem, where he did his degrees for BA and MA and his PhD dissertation on  Plutarch's Life of Artaxerxes (Introduction and Commentary) - awarded the Bernard M. Bloomfield Memorial Prize for Outstanding dissertations. From 2006 to 2007 he was a Visiting Research Fellow, at the Classics Department, Oxford University; From 2007 to 2008 a Lady Davis Fellow; During 2009 he was a British Academy Visiting Fellow at the University of Oxford. and since 2009 a Post-doctoral research fellow of the Minerva-Foundation (max planck gesellschaft) at the Simon-Dubnow-Institute in Leipzig.

He has participated in numerous conferences and panels and is organizing an international symposium on Plutarch in Oxford in July 2011. He has published articles on Greek history and thought and on literary aspects of ancient texts. He is co-editing a volume on ancient Ethnography to appear in 2012. He works on Plutarch, especially on his biographies, and on imperial Greek authors. He studies the history of the Achaemenid Empire and Greco-Persian relations in the fifth and fourth centuries BCE and the image of the Persians in Greek literature.
Vortrag in englischer Sprache.
 

Wissenschaftlicher Vortrag und Verleihung der Ehrensenatorwürde an Dr. h.c. Klaus Tschira


Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ernennt den Mitgründer des Softwareunternehmens SAP AG und bedeutenden Stifter Dr. h.c. Klaus Tschira zum Ehrensenator der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.

Nach Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz, Dr. h.c. Manfred Lautenschläger und Hans-Jürgen Müller-Arens übergibt Erster Prorektor Prof. Dr. Johannes Heil die Urkunde in Anerkennung herausragender und nachhaltiger Förderung und Unterstützung des europäischen Kompetenzzentrums für Jüdische Studien in Heidelberg an Dr. h.c. Klaus Tschira. Der langjährige Freund und Förderer der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg unterstützte im Zuge des Neubaus die Erweiterung der Bibliothek, die als Bibliothek Albert Einstein die zweitgrößte Judaica-Sammlung Deutschlands bereit hält.

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Vortrags des Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Hans Otto Horch wird Dr. h.c. Klaus Tschira in der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg die Ehrensenatorenwürde entgegennehmen.

Programm

Mittwoch, 12. Januar 2011
18.15 Uhr

Vortrag
Professor Dr. Hans Otto Horch
(RWTH Aachen)
"'[...] was wir mitgenommen haben, ist das Erinnern'.
Jüdisches Erzählen in Edgar Hilsenraths Roman Jossel Wassermanns Heimkehr (1993)"

Übergabe der Ehrensenatorenurkunde an
Dr. h.c. Klaus Tschira
durch Prof. Dr. Johannes Heil

Empfang
 

 
Zusätzliches Unterrichtsangebot im Januar und Februar 2011
Benjamin Gesundheit 12.1.-20.1.2011 (Talmud)
Dr. Nir Kedar 17.1.-4.2. (Israel-Professur)
Prof. Dr. Edward Fram 18.1.-1.2. (Geschichte)
Prof. Dr. Günter Stemberger 23.1.-26.1. (Talmud)
Dr. Cana Werman 24.1.-3.2. (Geschichte und Talmud)
>> Details (PDF)

 
16. Dezember 2010
Besuch der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands (ORD) an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
 

Wissenschaftlicher Vortrag:
Donnerstag, 16. Dezember 2010: Prof. Dr. Jeffrey Grossman
„Der Blick auf das Jiddische in Deutschland von Moses Mendelssohn bis Franz Kafka: Neue Fragen, neue Antworten”
Der Vortrag sucht neue Fragen zum Problem der jiddisch-deutschen literarischen und kulturellen Beziehungen zu stellen. Er bezieht diese Fragen zugleich auf aktuelle Forschungsmodelle in den Geisteswissenschaften, die zur Entwicklung des Feldes in den letzten Jahrzehnten beigetragen haben – Multikultarismus, Postkolonialismus, Analyse des „Anderen“, Diaspora-Studien  oder Globalisierungsstudien.
Die „Hermeneutik des Verdachts“, die solche Modelle mit gestaltete, hat bisher sehr Wichtiges geleistet. Doch um mit der Literaturtheoretikerin Rita Felski zu reden, das produktive Potential dieser Hermeneutik droht sich zu erschöpfen. Diese potentielle Erschöpfung lässt sich erkennen, wenn eine engere Deutung von Texten aus einem bestimmten kulturellen Bereich - z.B. aus dem jiddischen oder deutschen Bereich – zu einer Metonymie für ein komplexes Phänomen wird.
In dem Moment zum Beispiel, in dem  von einer „ostjüdischen Literatur“ die Rede ist, prägt man schon bestimmte Erwartungen an die jiddischsprachige Literatur („volkstümlich“, „traditionell bzw. religiös geprägt“, „einfach“, „aussterbend“), was nicht einfach stereotypisierend wirkt, sondern oft zum Ersatz für eine Lektüre wird, die die Komplexität der jiddischen Texte wahrnimmt. Im Falle des deutsch-jiddischen Verhältnisses kann die notwendige Erinnerungsarbeit zugleich ein anderes Problem verursachen, nämlich die Verstellung des Blicks für vergangene Möglichkeiten, die man zwar nicht zu idealisieren hat, die aber dennoch mitten in ihrer Entwicklung abgeschnitten worden sind.
Dieser Vortrag sucht eine Alternative aufzuweisen, indem er den Blick darauf lenkt, wie deutsch-jüdische Denker und Schriftsteller die jiddischsprachige bzw. ostjüdische Kultur ins Deutsche zu vermitteln suchten und wie kritisch und selbstkritisch sie über diesen Vermittlungs-bzw. Überlieferungsprozeß reflektierten.
 

Eugen Täubler-Vorlesung
Mittwoch, 08. Dezember 2010: Prof. Dr. Saul Friedländer (University of California, Los Angeles)
„Pius XII and the Holocaust”

In der Reihe der Heidelberger Eugen Täubler-Vorlesung begrüßen die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, das Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik sowie das Historische Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg den Historiker Prof. Dr. Saul Friedländer (University of California, Los Angeles) zum Vortrag in der Aula der Alten Universität. (Vortrag in englischer Sprache)

Neben der Dokumentation Friedländers über „Pius XII. und das Dritte Reich“, die 1965 auf Deutsch veröffentlicht wird, gilt er seit Erscheinen seines Hauptwerks „Das Dritte Reich und die Juden“ als einer „der subtilsten und avanciertesten Theoretiker des Holocaust-Diskurses“ (Hans Rudolf Vaget) in den USA, Israel und Deutschland.

Die Vorlesung, 2008 vom Ignatz-Bubis-Lehrstuhl für Religion, Geschichte und Kultur des europäischen Judentums der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ins Leben gerufen, ist einem der profiliertesten deutsch-jüdischen Historiker des 20. Jahrhunderts gewidmet: Eugen Täubler.

Der allseits anerkannte Heidelberger Althistoriker und Mitglied an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, legt 1933 aus Protest gegen die Behandlung jüdischer Wissenschaftler Amt und Mitgliedschaft an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften nieder. Täubler, der für eine Überbrückung von griechischer, römischer und jüdischer Geschichte zu einem fruchtbaren Ganzen in der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts stand, emigriert nach der zwangsweisen Entlassung in die USA.
 

 


 
Wissenschaftlicher Vortrag:
Mittwoch, 17. November 2010: Prof. Dr. Steven Bowman
„The 10th Century Jewish Renaissance in Byzantine Italy”
Am Mittwoch, den 17. November 2010 setzt Prof. Dr. Steven Bowman um 18.15 Uhr die wissenschaftliche Vortragreihe an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg fort. Der Professor für Jüdische Studien an der University of Cincinnati/USA referiert über „The 10th Century Jewish Renaissance in Byzantine Italy” (Vortrag in englischer Sprache mit Diskussion).

Als Vermittlungsraum zwischen Ost und West, zwischen mediterraner Pluralität und den jüdischen Kulturen des Mittelalters, spielt Süditalien, am Rand des Byzantinischen Reiches, eine ganze herausragende Rolle beim Werden Europas. Eine der führenden Familien in den jüdischen Gemeinden am Rhein verweist mit ihrem Namen Kalonymos („Shemtov“) auf diese Wurzeln und auf das Fortleben der Traditionen der Juden Süditaliens in Mainz und anderswo. 
 

Wissenschaftlicher Vortrag:
Dienstag, 16. November 2010: Prof. Dr. Yael Feldman (New York University)

"Glory and Agony – Isaac’s Sacrifice and National Narrative"
Die Professorin für Hebräische Kultur an der New York University/USA, Yael Feldman wird bereits am Dienstag, den 16. November 2010 um 18.15 Uhr zu Gast an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg sein. Unter dem Vortragstitel „Glory and Agony – Isaac’s Sacrifice and National Narrative” (Vortrag in englischer Sprache) beschäftigt sich die Wissenschaftlerin ausgehend von ihrer aktuellen Publikation mit dem Thema des nationalen Opfers in der hebräischen Kultur.
Ausgangspunkt ist die Beschäftigung des Zionismus mit seinem unvergesslichen „Schlüsselerlebnis“ des Opfers, das sich in vielfältigen Quellen widerspiegelt: Literatur, Kunst, Psychologie, Philosophie oder Politik. Feldman zeichnet so die Herkunft nationaler Opfer aus den Bruchstücken eines religiösen Martyriums nach, indem sie das geistliche Innenleben westlicher Säkularität offenlegt.
 

Wissenschaftlicher Vortrag:
Mittwoch, 10. November 2010, 18.15 UhrPD Dr. Andreas Brämer (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg):

"Hat es ein Konservatives Judentum in Deutschland gegeben? Vorläufige Bemerkungen zur Entwicklung des positiv-historischen Judentums (1840-1914)"
BraemerZum Auftakt der wissenschaftlichen Vortragsreihe im Wintersemester 2010/11 begrüßt die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg am Mittwoch, den 10. November 2010 um 18.15 Uhr den stellvertretenden Direktor des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, PD Dr. Andreas Brämer als ersten Referenten. Unter dem Vortragstitel beschäftigt sich der Absolvent der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg mit dem Konservativen Judentum: einer Strömung, die in den USA lange Zeit einen Platz als stärkste Denomination des religiösen Judentums behaupten konnte und sich in Deutschland seit den 1840er Jahren als positiv-historisches Judentum zwischen Orthodoxie und Reform positioniert. Ausgehend von der Frage, ob und in welchem Maße die Träger und Anhänger des Konservativen Judentums tatsächlich eine religiöse Bewegung repräsentierten, steht die Zeit zwischen Vormärz und dem zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts im Fokus der Bestandsaufnahme.
 
 

 

 


 

Vorträge und Termine Sommersemester 2010

 

Absolventenfeier mit Vortrag und anschließendem Empfang

Mittwoch, 14. Juli 2010, 18 Uhr c.t.
Oberes Foyer der HfJS, Landfriedstr. 12


Programm

  • Musikalischer Auftakt
    Ada Fine (Gesang) 
  • Begrüßung
    Professor Dr. Johannes Heil, Erster Prorektor der Hochschule für Jüdische Studien
  • Vortrag
    Professor Dr. Rakefet Zalashik (New York University und HfJS)
    „Zeitgenossen – Menachem Begin und Helmut Schmidt“
  • Übergabe der Urkunden
    Professor Dr. Ronen Reichman, Studiendekan
  • Verleihung des Freundeskreispreises
    Professor Dr. Heinz-Dietrich Löwe, Vorsitzender des Freundeskreises
  • Verleihung der Ehrensenatorenwürde an Herrn Mdgt. a. D. Hans-Jürgen Müller Arens
  • Musikalischer Ausklang
    Chor der Hochschule unter Leitung von Ada Fine
    Empfang  

 


 Iwrit Lernen in der Wüste:

Freie Plätze für die Summer University in Beer Sheva (1. August - 6. September)

Die HfJS und die Ben-Gurion-University of the Negev in Beer-Sheva (BGU) bieten Studierenden der HfJS die Möglichkeit, für einen reduzierten Eigenanteil von € 500.- (statt € 1500.-) plus Reisekosten an der Sommeruniversität der BGU in Beer Sheva (1. August - 6. September 2010) teilzunehmen. Die Kursgebühren beinhalten:


•    Anmeldegebühr
•    Sprachkurs (Ulpan)
•    akademisches Rahmenprogramm in deutscher Sprache (Vorträge in den Fächern Jüdische Studien und Israelwissenschaften, bei Wunsch aber auch Teilnahme am englischsprachigen Rahmenprogramm möglich)
•    Unterkunft im Studentenwohnheim
•    Exkursionen


Weitere Infos zum Programm:
http://web2.bgu.ac.il/CISP/Int-Pages/German/GermanProgram.html

Interesse?
Für Informationen zum Zuschuss der HfJS (€ 750.-) und zu den Anmeldeformalitäten melden Sie sich bitte so bald wie möglich bei: Désirée Schostak (desiree.schostak@hfjs.eu)


 

Einladung zu den öffentlichen Vorträgen im Berufungsverfahren Juniorprofessur Jüdische Literaturen
 

Mittwoch. 09. Juni 2010

Dr. Roland Gruschka
„ Du hoßt sich a denkmol af ejbik geschtelt-Zum Scholem Alejchem-Kult in der sowjetisch-jiddischen Literaturwissenschaft der Stalinzeit.“
09:00-10:00 Uhr

Dr. Mona Körte
„Luft- und Federmenschen. Zur literarischen Migration eines Konzepts.“
11:00-12:00 Uhr

Dr. Eva Lezzi

„Die Familie als religiöser Ort. Zur Entstehung der neo-orthodoxen Belletristik im 19. Jahrhundert.“
14:00-15:00 Uhr

Dr. Nathanael Riemer
„Moral, Zurechtweisung und Erbauung in den jüdischen Literaturen von der Bibel bis in die Moderne.“
16:00-17:00 Uhr

Die Vorträge finden im Raum S 4, Landfriedstr. 12, Neubau, statt.
Im Anschluss an die Vorträge ist jeweils die Gelegenheit zur Diskussion gegeben. Die Dauer des Vortrages beträgt 30 min.
Nutzen Sie die Gelegenheit, die Bewerberinnen und Bewerber kennen zu lernen!


 

Einladung zur Buch-Präsentation und Lesung aus Abraham Sutzkever

Wilner Getto 1941-1944 / Gesänge vom Meer des TodesSutzkever 150px
aus dem Jiddischen übersetzt von Hubert Witt,
Ammann Verlag, Zürich 2009

Dienstag, 04. Mai 2010    18.15 Uhr 
Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
Gewölbekeller Landfriedstr.12
 

weitere Informationen

 

 

 


 

 St _ma Logo 350px      Keks Israel 150px

 

Heidelberger Stückemarkt - Gastland Israel


Zum 27. Mal ist STÜCKEMARKT-Zeit, wieder kommen junge Autoren, berühmte Theater und Gäste aus dem Ausland nach Heidelberg. Vom 29. April bis 9. Mai 2010 steht die Stadt im Zeichen neuer Dramatik. Zum Abschluss werden unter Beteiligung der Zuschauer vier Preise verliehen, die den HEIDELBERGER STÜCKEMARKT zum wichtigsten Förderfestival für neue Dramatik im deutschsprachigen Raum machen.

65 Autoren haben in diesem Jahr ihre noch nicht aufgeführten Stücke eingereicht, sechs davon sind eingeladen, nach Lesungen mit dem Publikum über ihre Arbeit zu diskutieren: Markus Bauer, Johan Heß, Ursina Höhn, Azar Mortazavi, Eva Rottmann, Juri Sternburg. Szenisch eingerichtet werden die Lesungen von jungen Regisseuren mit Schauspielern des Ensembles. Dazu kommen drei Stücke aus dem diesjährigen Gastland Israel, die eigens für den STÜCKEMARKT übersetzt wurden. Die drei Autorentage am 1., 8. und 9. Mai sind das weit über die Grenzen Heidelbergs hinaus beachtete Herzstück des Festivals.

Einen Schwerpunkt bilden in diesem Jahr Ur- und Erstaufführungen, die sich im Dialog mit dem Gastland mit den Themen Israel und Shoah auseinandersetzen. Die Honorarprofessorin am Lehrstuhl für Hebräische und Jüdische Literatur der Hochschule für Jüdische Studien, Prof. Dr. Anat Feinberg hat hierbei inhaltlich beraten.


Das Programm und alle weiteren Informationen rund um den Heidelberger Stückemarkt finden Sie unter www.heidelberger-stueckemarkt.de 


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Letzte Änderung: 12.04.2011