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Liss2020Hanna Liss, Jüdische Bibelauslegung (Jüdische Studien 3), Tübingen: Mohr Siebeck, 2020

In diesem Lehrbuch präsentiert Hanna Liss die Geschichte der jüdischen Bibelauslegung vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert und betritt darin ein vernachlässigtes Forschungsgebiet der Jüdischen Studien. Die Bibelauslegung gewinnt in diesem Werk erstmals ein eigenes Gewicht neben der rabbinischen Literatur oder der jüdischen Philosophie. Die systematische Einteilung entfaltet die zeitgeschichtlichen religiösen Kontexte vom 10. bis ins 21. Jahrhundert in verschiedenen geokulturellen Räumen, stellt mehr als fünfzig Auslegerpersönlichkeiten im Detail vor und bietet eine Vielzahl von Auslegungsbeispielen, in denen die jeweils aktuellen Themen und exegetischen Herausforderungen zur Sprache gebracht werden. Die jüdische Schriftauslegung erweist sich als einzigartiger Zugang, um die Verflechtung der religiösen, sprachwissenschaftlich-exegetischen und philosophischen Kulturen von Judentum, Christentum und Islam aufzuzeigen.

Inhaltsübersicht: Der Bibeltext und seine Überlieferung bis zum Hochmittelalter – Die Entstehung einer europäisch-jüdischen Bibel- und Bildungskultur – Die Bibel als Literatur – Bibelauslegung und universale Gelehrsamkeit – Die mystische Bibelauslegung der 'Frommen Deutschlands' (Chaside Aschkenaz) – Bibelauslegung zwischen Exegese und Theologie – Die Bibel zwischen Rhetorik, Historiographie, Politik und Religionskritik – Die Bibel in der jüdischen Aufklärung (Haskala) – Zwischen jüdischer Tradition und Wissenschaft des Judentums – Von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Das Lehrbuch ist ab sofort im Externer Inhalt  Buchhandel erhältlich. Studierende und Mitarbeitende der HfJS haben zudem über die UB Heidelberg Externer Inhalt Zugang zur online-Version.

 

 

 

Mtk26

Material Aspects of Reading in Ancient and Medieval Cultures. Materiality, Presence, and Performance (hg. v. A. Krauß/J. Leipziger/F. Schücking-Jungblut; Materiale Textkulturen 26; Berlin: De Gruyter, 2020), open access: https://doi.org/10.1515/9783110639247.

Mit Beiträgen von Christoffer Theis, Lindsey A. Askin, Laura Quick, Mika S. Pajunen, Friederike Schücking-Jungblut, Yehudah B. Cohn, Antony Perrot, Andrea Jördens, Jan Heilmann, Christoph Markschies, Daniel Picus und Binyamin Goldstein.

Abstract: This publication seeks to endeavour the relationship between material artefacts and reading practices in ancient and medieval cultures.

While the acts of reception of written artefacts in former times are irretrievably lost, some of the involved artefacts are preserved and might comprise hints to the ancient reading practices. In form of case studies, the contributions to this volume examine various forms of written artefacts as to their implications on modes of reading. Analyzing different Qumran scrolls, codices, Tefillin, Mezuzot, magical texts, tablets, bricks, and statues as well as meta-textual and iconographic aspects, the articles inquire the possibilities of how to correlate material aspects to assumed modes of reception and practices of reading. The contributions stem from Egyptology, Papyrology, Qumran Studies, Biblical Studies, Jewish Studies, Ancient Christianity, and Islamic Studies.

In total, this volume contributes to the research on practices of reception in times past and demonstrates the potential hidden in text-bearing artefacts.

Externer Inhalt Download: Open acces

 


 

Abc Pessach 2020


 

Purim 2020 Abc

 


 

Kolloquium des Lehrstuhls für Bibel und Jüdische Bibelauslegung im Wintersemester 2019/20

Am 3. und 4. Februar 2020 fand das von Prof. Dr. Hanna Liss und ihrem Team organisierte Lehrstuhlkolloquium statt. Von Angehörigen des Lehrstuhls wurden verschiedenste Forschungs-, Postdoc-, Dissertations- und MA-Projekte präsentiert und diskutiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf jüdischer mittelalterlicher Bibelauslegung und Artefaktkultur.

Impressionen vom Kolloquium 2020

Als Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des von der DFG finanzierten Langzeitvorhabens »Corpus Masoreticum« präsentierten Dr. Renate Smithuis, Clemens Liedtke M.A. und Maria Seidel M.A. Teile ihrer aktuellen Forschungsergebnisse: Frau Smithuis zu kodikologischen und paläographischen Aspekten der Masora in der Handschrift Or. 2091 (London, British Museum), Herr Liedtke zu Graphentechnologien und Wissensnetzwerken aus der Sicht der Digital Humanities, und Frau Seidel zu ihrem Promotionsprojekt über den masoretischen Kommentar des R. Ya‘aqov ben Asher Ba‘al ha-Ṭurim.

Dr. Dr. Federico Dal Bo aus dem Teilprojekt B04 des Heidelberger SFB 933 (HfJS/Uni Heidelberg) führte in seine neuen Forschungsvorhaben zu biblischen und nicht-biblischen frühen Drucken des 15. und 16. Jahrhunderts in Westeuropa ein.

Annabelle Fuchs M.A. gab Einblicke in ihre laufende und vom Ernst Ludwig Ehrlich-Studienwerk geförderte Dissertation zu ›Kleinen‹ Midraschim und deren kultur- und literaturwissenschaftlicher Verortung zwischen Bibelauslegung und Heldenepos.

Die MA-Studentin Bettina Burghardt B.A. präsentierte ihre aktuelle Arbeit zu ihrer Masterarbeit über Reuvens ›Alraunen‹ und deren Rezeption in insbesondere exegetischen und masoretischen Werken von der Antike bis ins Mittelalter.

Sebastian Seemann M.A. aus dem auch von der HfJS getragenen GRK 1728 referierte über sein Promotionsprojekt zu zwei Rezensionen des mittelalterlichen masoretischen Grundlagenwerkes »Okhlah we-Okhlah«.

Dipl.-Theol. Johannes Müller, ebenfalls angestellt im GRK 1728, führte ein in sein Dissertationsvorhaben zum Psalmenkommentar von R. David Qimchi (Radak) vor dem Hintergrund des Spannungsfeldes mittelalterlicher jüdisch-christlicher Kontroversen.

Prof. Dr. Hanna Liss (HfJS) und Dr. Stephen Doerr (Heidelberger Akademie der Wissenschaften) sprachen über die oft unterschätzte kulturelle und theologische Bedeutung hebräisch-französischer Bibelglossierungen und Glossare als Beispiele eines gelungenen Kulturaustausches im Hochmittelalter.

Herzlichen Dank an alle Vortragenden, Teilnehmende und Gäste an diesen zwei intensiven Tagen, die uns beeindruckende gezeigt haben, welch qualitativ hochwertige und innovative Forschung in den verschiedensten Projekten geleistet wird, und wie sehr alle Nachwuchswissenschaftler*innen von einem geteilten wissenschaftlichen Enthusiasmus geprägt sind.

 


 

 

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Vortrag-miletto-2019

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30.10.2019: Absolvierendenfeier der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolvierende, insbesondere an Annabelle Fuchs (jetzt Promotionsstudentin an der HfJS) und Hanna-Barbara Rost (frühere Mitarbeiterin im SFB 933, jetzt Wiss. Mitarbeiterin im FID an der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main) zu ihrem MA-Abschluss, an Jonas Leipziger M.A. zur erfolgreichen Verteidigung seiner Promotion und an Dr. Kay Joe Petzold zur Publikation seiner Dissertationsschrift.

 

Absolvierendenfeier 2019, auf dem Foto links: Jonas Leipziger, Annabelle Fuchs, Kay Joe Petzold, Hanna-Barbara Rost

 


 

Shana Tova

Letzte Änderung: 12.06.2020