M.A. Jewish Civilizations

Ziel des Studiengangs
Zulassungsvoraussetzung
Qualifikation und Inhalt
Downloads und Materialien

Studienabschluss: M.A. Jewish Civilizations, konsekutiver Studiengang
Bewerbungspflichtig: Ja.
Bewerbungsfrist: 15. Juli bzw. 15. Januar eines Jahres für das jeweils folgende Semester
Studienbeginn: SoSe; WiSe
Regelstudienzeit: 4 Semester
 

Sollten Sie Interesse an einem Studium M.A. Jewish Civilizations haben, wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Frederek Musall. (frederek.musall@hfjs.eu)

 

23 Zivilisationen hat der britische Historiker Arnold J. Toynbee (1889-1975) in seinem vielbändigen Werk A Study of History identifiziert, darunter klassische Beispiele wie die Ägyptische, die Hellenistische und die Iranische, aber auch eher ungewöhnliche Beispiele wie die bibelgetränkte byzantinische oder die russische Orthodoxie. Die Juden aber führt er 1934 als Paradebeispiel einer  „extinct society which only survives as a fossil”. Das hat ihm heftige Kritik von jüdischer Seite eingebracht: „Judaism – fossil or ferment?“, fragte beispielweise der Holocaust-Theologe R. Eliezer Berkovits (1908-1992). Es lässt sich kaum bestreiten, dass die Juden in  vielen urbanen Zivilisationen die Rolle einer „creative minority“ (A. Toynbee) spielten und spielen. Just im Jahr 1934 erschien auch das Hauptwerk des US-amerikanischen Rabbiners Mordechai Menachem Kaplan (1881-1983) "Judaism as a Civilization". Er charakterisiert das Judentum als Zivilisation, die mehr ist als nur Religion und sich im Schoß anderer  Zivilisationen vielfältig entwickelt. Auch die soziologische Studie von Shmuel N. Eisenstadt (1923-2010) "Jewish civilization – the Jewish Historical Experience in a Comparative Perspective" (1992) legt nahe, von jüdischen Zivilisationen in der Mehrzahl zu sprechen. Abgesehen von einem invarianten Kern bieten die jüdischen Zivilisationen eine große Mannigfaltigkeit von Erscheinungen. Das Studium jüdischer Zivilisationen erfordert eine entsprechende Vielfalt von sprachlichen und kulturellen Kompetenzen und eignet sich daher besonders gut für einen international besuchten Studiengang mit einem Kooperationspartner wie Padeia – The European Institute for Jewish Studies in Stockholm.

 

Ziel des Studiengangs:

Der konsekutive Master-Studiengang „Jewish Civilizations“ soll durch intensives Sprach- und Quellenstudium die Befähigung zur kulturwissenschaftlichen Erschließung der jüdischen Zivilisationen in ihren verschiedenen Äußerungen ausbilden, wobei im Zentrum die Sprach- und Quellenkompetenz im Hebräischen steht. Darüber hinaus erwerben die Studierenden im Laufe des Studiums in Stockholm und Heidelberg alle notwendigen theoretischen Kenntnisse und methodischen Instrumentarien, um sich mit den komplexen Formen jüdischer Zivilisationen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auch im interkulturellen Kontext auseinander zu setzen.

 

Zulassungsvoraussetzung:

Zulassungsvoraussetzung zum Studium ist die Allgemeine Hochschulreife bzw. ein vergleichbarer Abschluss, sowie ein abgeschlossenes Bachelorstudium bzw. ein vergleichbarer Abschluss in einem einschlägigen Fach. Bitte beachten Sie auch die Zulassungssatzung.

 

Qualifikation und Inhalt:

Jüdisches Leben ist nicht beschränkt auf religiöse Riten, sondern erfasst sämtliche Bereiche menschlicher Existenz. Das Fach hat Schnittmengen mit allen Bereichen der Humanwissenschaften und darüber hinaus. Dementsprechend bietet die Hochschule für Jüdische Studien mehrere Teilfächer an, angefangen bei der Geschichte des jüdischen Volkes über Bibel und Talmud, Philosophie, Literatur und Sprachwissenschaft bis hin zur jüdischen Kunst. Auf diese Weise vermittelt die Jüdischen Studien an der Hochschule für Jüdische Studien ein umfassendes Bild und die Möglichkeit zu umfassender Kenntnis von jüdischem Leben in Deutschland, Europa und der Welt in Vergangenheit und Gegenwart.

Der mit Abschluss des Studiums erlangte akademische Grad des Master of Arts qualifiziert zu einem weiterführenden Promotionsstudium, ermöglicht aber genauso einen direkten Berufseinstieg bei anderen wissenschaftlichen Einrichtungen und Dienstleistern wie Museen, Gedenkstätten, Print-, Online- und Rundfunkmedien oder weiteren Einrichtungen, die auf entsprechende Kompetenzen angewiesen sind.


  

Downloads und Materialien:

Prüfungsordnung - gültig ab Sommersemester 2011

Die Prüfungsordnung und ihre Anlagen gelten als Rechtsgrundlage des Studiengangs.

Zulassungssatzung:

Prüfungsordnung und Studienpläne:

Antrag auf Zulassung zur Masterprüfung:

Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 04.04.2016