Schulmaterialien

Im Rahmen des Projekts zur jüdischen Emanzipation in Baden wurden unterschiedliche thematische Zugänge erarbeitet, die als freie Module im Geschichtsunterricht eingesetzt werden können. Die Unterrichtsmaterialien bieten jeweils Hintergrundinformationen und Unterrichtsvorschläge für Lehrerinnen und Lehrer sowie Informationstexte, verschiedene Quellen und Arbeitsblätter mit Arbeitsvorschlägen für Schülerinnen und Schüler sowie Literaturempfehlungen. Sie wurden vorwiegend für den Unterricht in der Sekundarstufe II konzipiert.

 

► Verpflichtung zum bürgerlichen Namen, 1809

► Gewalt gegen Juden, März 1848

► Lebenserinnerungen der Clara Geissmar

► Konfession in der Schule, 1809-1840

► Das jüdische rituelle Tauchbad, 19. Jh.

► Flugblätter gegen Hunger. Friederike Cohen im Sommer 1847

 

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Verpflichtung zur Annahme erblicher Zunamen 1809

Inwieweit wirkten namensrechtliche Regelungen bzw. die Verpflichtung zur Annahme fester Familiennamen als ein Katalysator für die Judenemanzipation? Was ist überhaupt ein „jüdischer“ Name? Welche Rolle spielt die Namengebung, die Namensführung sowie ein Namenswechsel für die eigene Identität?

Rechtsgeschichte, Verwaltungsgeschichte, Emanzipationsgesetzgebung, Badisches Judenedikt, Namenkunde
Orte: Mannheim

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Gewalt im März 1848. Quellen zur Dynamik eines Pogroms

Anlass, Verlauf und Beilegung der Ausschreitungen gegen Juden werden anhand einer soziologischen Definition des Pogroms untersucht. Die Arbeitseinheit eignet sich besonders für Projektarbeit mit selbständiger Recherche im Internet, da hilfreiche Datenbanken und weiterführende Quellen angezeigt werden.

Revolution und Gegenbewegung, Sozialgeschichte, Krawalle, Gewaltforschung, Antisemitismus, Bürgerrechte
Quellen: Zeitung, Polizeibericht, Dorfchronik, Autobiographie
Orte: Bretten, Eppingen, Jöhlingen, Heidelsheim

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Die Erinnerungen der Clara Geissmar. Ein Frauenleben im 19. Jahrhundert

Die Memoiren von Geissmar geben seltene Einblicke in das Leben, Denken und Fühlen einer jüdischen Frau in Baden im 19. Jahrhundert. Gleichzeitig ist ihre Lebensgeschichte aber auch eine einzigartige sozial- und alltagshistorische Quelle, die das jüdische Leben auf dem Land inmitten der christlichen Nachbarschaft veranschaulicht sowie Mädchenbildung und die Rolle der Frau im kulturellen Modernisierungs- und Verbürgerlichungsprozess.

Alltagsgeschichte, Bildungsgeschichte, weibliche Erziehung, Mädchenbildung, christlich-jüdische Nachbarschaft, Bürgertum, Modernisierung, Verbürgerlichung
Quelle: Autobiographie
Orte: Eppingen, Konstanz

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Von der Einführung der Schulpflicht bis zur Simultanschule

Wie vollzog sich der Wandel in der jüdischen Erziehung hin zu einem gemeinsamen Unterricht mit Kindern der christlichen Konfessionen? Welche Schwierigkeiten ergaben sich vonseiten des Judentums, der Kirche sowie des Staates?

19. Jahrhundert, Diskursgeschichte, Bildungsgeschichte, Schulpolitik, Koedukation
Autoren: Johann Ludwig Ewald, Moses Büdinger

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Baden in Baden. Das jüdische rituelle Tauchbad (Mikwe) zwischen Gesundheit und religiösem Gebot

Was ist eine Mikwe? Und warum forderte man zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht nur jüdischerseits ihre Modernisierung, sondern ließ die Mikwen in manchen deutschen Staaten, darunter Baden, sogar von den Gesundheitsbehörden beaufsichtigen?

Religionsgeschichte, Kulturgeschichte, Religiöse Praxis, Rituelle Reinheit, Gesundheit & Hygiene, 19. Jahrhundert

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PowerPoint Baden in Baden_Fotoserie

 

Flugblätter gegen Hunger. Friederike Cohen im Sommer 1847

Bei einer Flugblattaktion im bayrischen Kurbad Dürkheim werden im Sommer 1847 zwei ungleiche Aktivisten aus Mannheim verhaftet: die Bankiersgattin Friederike Cohen und der exmatrikulierte Turner Carl Blind. Die politische Botschaft des Flugblatts "Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten" sowie die Darstellung der beiden Frühsozialisten in der badischen Berichterstattung wird in Quellenübungen erarbeitet. Der öffentliche Politisierungsprozess im Herbst 1847 steht im Mittelpunkt der Unterrichtseinheit; der ungewöhnliche Lebensweg der Freidenkerin Cohen, später verh. Blind, dient als biografische Ergänzung.

Vormärz, Frühsozialisten, Politische Frauen, Presse und Zensur, Repräsentation von Gender, Hungerkrise, politische Emigration
Quellen: Zeitung, Flugblatt, Historiografie
Orte: Karlsruhe, Mannheim, Speyer, Bad Dürkheim, Bayern, Frankreich, England
Personen: Friederike Blind-Cohen, Carl Blind, Gustav Struve, Anna Ettlinger, Karl Marx, Lola Montez, Ludwig I. von Bayern,

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Letzte Änderung: 12.09.2016