Jüdische Kunst

Mitarbeitende am Lehrstuhl:

Prof. Dr. Annette Weber

Mitarbeitende am Lehrstuhl:

Jihan Radjai-Ordoubadi, M.A.


Das Lehrprogramm der Jüdischen Kunst umfasst alle Bereiche dieses Fachgebietes von der Antike bis in die Neuzeit: Synagogenarchitektur, Buchmalerei, Buchillustration, neuzeitliche Malerei und Graphik, Grabkunst, Kleinkunst sowie Ritualkunst für Synagoge und Haus. Vor allem die geographische Nähe zur ältesten und bedeutendsten mittelalterlichen Gemeinde ‚Shum’ (Speyer-Worms-Mainz) ist für die Erforschung von Architektur, Ritualkunst und Ritus von Vorteil und ermöglicht Exkursionen zur Synagoge, Mikwe und zum jüdischen Friedhof. Die jüdische Sachkultur und Landgemeinden wie die jüdische Kulturgeschichte ist ein Teil des umfassenden Spektrums des Faches, wobei ebenso Werke jüdischer Künstler, wie Moritz Daniel Oppenheim, Max Liebermann und Marc Chagall, von Interesse sind und das Forschungsfeld im Bereich Malerei und Graphik beschreiben.
Themen wie Zionismus und Kunst, die verschiedenen Werke jüdischer Künstler der Moderne und die Kunst in Israel führen uns an die Auseinandersetzung mit Fotografie und Film als Träger neuer Perspektiven und finden ebenso Beachtung im Fachgebiet der Jüdischen Kunst.

Im Aufbaumodul dienen die Lehrveranstaltungen der Einführung und vermitteln ein Basiswissen zur jüdischen Ikonographie und zur materiellen Kultur des Judentums. Dabei stehen Fragen beispielsweise nach dem Verhältnis von Text und Bild, die Visualisierung von Riten oder Symbole und Gestalten als Identitätsträger in jüdischen Handschriften oder die Entwicklungsgeschichte der Synagogenarchitektur im Vordergrund. Im Vertiefungsmodul werden u.a. Fähigkeiten zum selbständigen Umgang mit Denkmälern, die Erfassung von jüdischen Kunstwerken in kulturellen Kontext als Medium zur Auseinandersetzung und Abgrenzung zu anderen Kulturen erarbeitet und neuere Forschungsansätze thematisch reflektiert.

Die Teildisziplin Jüdische Kunst ist im Vergleich mit anderen Disziplinen der Jüdischen Studien ein junges Forschungsfeld, das mit Gründung der Hochschule für Jüdische Studien eingerichtet und europaweit erstmalig durch die damalige Lehrstuhlinhaberin, Prof. Hannelore Künzl, unterrichtet wurde.  

Folgende Personen lehrten an der Hochschule am Lehrstuhl für Jüdische Kunst:

  • Prof. Dr. Hannelore Künzl, 1979-2000
  • Prof. Dr. Avinoam Shalem, 2001-2002
    seit 2002 Professor für Islamische Kunst am Institut für Kunstgeschichte in München
  • Dr. Felicitas Heimann-Jelinek, 2001-2004, Chefkuratorin, Jüdisches Museum Wien  
  • Prof. Dr. Annette Weber, seit 2004 derzeitige Lehrstuhlinhaberin für Jüdische Kunst

     

 

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Letzte Änderung: 30.08.2010