Aktionskomitee

Entstehungsgeschichte

Das Aktionskomitee wurde zur ideellen und finanziellen Unterstützung des Neubaus der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg von Prof. Dr. Salomon Korn und Prof. Dr. Hubert Burda gegründet. Die Mitglieder des Aktionskomitees – Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Sport - treffen sich seitdem in loser Folge, um den intellektuellen Austausch auch über die offizielle Einweihung des Neubaus hinaus zu pflegen.


Den Reigen der Impulsgeber eröffnete 2007 ein Salongespräch im Haus des Verlegers Prof. Dr. Hubert Burda in München. 2008 lud Klaus Tschira nach Heidelberg in die Villa Bosch zu einem Gedankenaustausch mit dem Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger ein. Ein Jahr später war der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger im Neuen Schloss zu Stuttgart Gastgeber eines Dinners mit der Intendantin Nike Wagner.

Nähere Informationen zu den Projekten des Aktionskomitees finden Sie hier.

 

Aktuelles

Das Aktionskomitee zu Besuch im Schloss Bellevue

Bundespräsident Christian Wulff empfing Anfang September das Aktionskomitee der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg im Schloss Bellevue zu einem Abendessen.

Mail 31933 246672Bildnachweis: (c) Bundespresseamt

Unter den geladenen Gästen waren die Initiatoren des Aktionskomitees, Prof. Salomon Korn und Prof. Hubert Burda sowie der Erste Prorektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Prof. Johannes Heil.

Bundespräsident Christian Wulff hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Geleisteten hervor und betonte die besondere Rolle der Heidelberger Hochschule in der deutschen Universitätslandschaft: „Sie ist eine Institution von nationaler Bedeutung.“ Er habe deshalb gerne die Einladung angenommen, im kommenden Jahr die Hochschule zu besuchen und im Rahmen der Heidelberger Hochschulreden zu sprechen.

Prof. Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule, legte in seiner Grußadresse dar, wie die Hochschule, 1979 mit dreißig Studierenden an den Start gegangen, sich seit damals zu einer pluralen Institution entwickelte, die alle Bereiche der Jüdischen Studien europaweit einzigartig abdeckt und mannigfache Wirkung für die Gemeinden, aber auch in die Gesellschaft hinein, entfaltet.  

Erster Prorektor Prof. Johannes Heil berichtete im Gespräch von der positiven Wirkung, die der 2009 eröffnete Neubau entfaltet und skizzierte die Eckpunkte für den weiteren Ausbau der Hochschule: „Mit Studierenden aus gegenwärtig fünfzehn Ländern bildet die Hochschule wie in einem Mikrokosmos plurale Realitäten in dieser Gesellschaft ab. Und das Ergebnis zeigt, dass sie auch eine Chance für Europa ist.“

 


 

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Dr. Theo Zwanziger weihte im Sommersemester 2010 das Walther-Bensemann-Foyer in der HfJS ein.

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Der DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger in der HfJS (Fotos: Philipp Rothe)

Walther Bensemann (1873-1934) war Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes sowie zahlreicher deutscher Vereine, aus denen u. a. Eintracht Frankfurt und der FC Bayern München hervorgingen. 1920 gründete er die Fachzeitschrift „Kicker“, für die er als Herausgeber bis 1933 zahlreiche meisterhafte Glossen verfasste. Benannt nach Bensemann, erinnert die Stiftertafel im Foyer an das Leben des Pioniers der deutsch-jüdischen Fußball-und Sportgeschichte. Im Namen der Verbände des deutschen Sports will Zwanziger in Erinnerung an das Leben und Schaffen Bensemanns so den Grundstein für weitere gemeinsame Projekte mit der HfJS legen.
In seiner Festrede lobte der DFB-Präsident das Wirken Bensemanns für den deutschen Fußball: „Ich freue mich daher sehr darüber, dass der Name Walther Bensemann ab heute untrennbar mit der Hochschule für Jüdische Studien verbunden ist. Er steht in einer Reihe mit großen Namen des jüdischen Lebens der vergangenen Jahrhunderte wie Albert Einstein und Heinrich Heine.“ Der Mitbegründer des DFB habe sich stets gegen die Engstirnigkeit des Denkens stark gemacht und „sich immer wieder Konflikte mit der Obrigkeit geleistet“, ergänzte Zwanziger. Bensemann habe die Vision „Fußball als Völkerverständigung“ vertreten.

 

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Letzte Änderung: 04.10.2011