Veranstaltungen im Jahr 2009

30.09.2009
Einweihungsfeier des Neubaus der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
12.10.2009
11:30h Bibliothekseröffnung
14.10.2009 18:15h Öffentlicher Vortrag: James Kugel: The Bible before Biblical Criticism im Gewölbekeller der HfJS
21.10.2009
18:15h Öffentlicher Vortrag: Klaus Berghahn: "Die Sendung Moses" - Die Juden in Schillers Konzept einer Universalgeschichte im Gewölbekeller der HfJS
29.10.2009 18:15h Öffentlicher Vortrag: Idith Zertal: Hannah Arendt on Zionism, the Jewish Homeland and the Jewish-Arab Conflict im Gewölbekeller der HfJS
 01.11.2009
15h Feierliche Eröffnung des Beith Midrash / Hachnasat Sefer Torah, Landfriedstraße 12

 

Heidelberger Eugen Täubler-Vorlesung 2009

Religiöse Identität in doppelter Staatlichkeit. Zum Selbstverständnis 'Israels' in den   Staatstheologien von Juda und Israel.

Rainer Albertz, Universität Münster

Mittwoch, den 2. Dezember 2009, 19:00Uhr in der Aula der Alten Universität Heidelberg, Grabengasse 1.

Die Heidelberger Eugen Täubler-Vorlesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, dem Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik sowie dem Historischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es einen Empfang im Gewölbekeller der HfJS, Landfriedstraße 12.

 

 

18. November 2009
9-16h: Studieninformationstag in Baden-Württemberg unter Beteiligung der HfJS in der Neuen Uni (Infostand Foyer)

 

 

15.-16. November 2009
Workshop mit Michael Fishbane an der HfJS in Kooperation mit der theologischen Fakultät


Der workshop basiert auf Michael Fishbanes neuestem Werk „Sacred Attunement: A Jewish Theology“, in welchem er ausgehend von dem Rosenzweigschen Paradigma eine jüdische Theologie für das 21. Jahrhundert entwickelt.
Michael Fishbane: SACRED ATTUNEMENT: A Jewish Theology
November 15th: S4 HfJS, Landfriedstr. 12, Heidelberg
14:00 Welcome, Introductory round
14:30 - 16:00 Rethinking Theology (chair: Michael Welker)
Coffee break
16:15 - 17:45 From General to Jewish Theology; Sinai and Torah (chair: Johannes Heil)
18:00 - 19:30 A Jewish Hermeneutical Theology (chair: Daniel Marom)
20:00 Dinner

November 16th:  S4 HfJS, Landfriedstr. 12, Heidelberg
9:00 - 10:30 Living Theologically and Halakha (chair: Elke Morlok/ Frederek Musall)
Coffee
11:00 - 12:30 Prayer, Study, Radical Kindness (chair: Elke Morlok)
Lunch
14:00 - 15:30 Forms of Thought and Living Theology I (chair: Frederek Musall)
Coffee
16:00 - 17:30 Forms of Thought and Living Theology II (chair: Manfred Oeming)
18:00 - 19:00 Public Lecture, (Gewölbekeller HfJS)
Michael Fishbane: Sacred Attunement and Spiritual Praxis in Theological Living

 

 

Offener Hochschul-Workshop mit Prof. Dr. Christopher Ocker

 mit Quellen zum Thema "Juden, Bettelmönche, religiöse Netzwerke und Konflikt-Kommunikation im 15. Jahrhundert"

Dienstag, 30. Juni 2009, 18 Uhr, in Raum 211

Der Workshop befasst sich mit Quellen zur Rolle von Angehörigen der Bettelsorden, ihrer Predigttätigkeit und ihrer Netzwerke bei der Popularisierung judenfeindlicher theologischer Positionen im späten Mittelalter. Christopher Ocker wurde 1991 in Princeton promoviert und hat Forschungsaufenthalte am Institut für Europäische Geschichte Mainz und am Max Planck-Institut für Geschichte in Göttingen wahrgenommen. Er ist gegenwärtig Mitglied der Core Doctoral Faculty der Graduate Theological Union in Berkeley, CA; Full Professor of History, San Francisco Theological Seminary und lehrt im Department of History, University of California at Berkeley. Gegenwärtig ist er Visiting Fellow im Excellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" an der Universität Konstanz. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Religionsgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit.Eine Veranstaltung des Ignatz Bubis-Lehrstuhls für Geschichte, Religion und Kultur des europäischen Judentums.

 

 

Dr. Annamaria Orla-Bukowska (Krakau)  "Representing the Shoah in Poland before and after 1989"

Mittwoch, 24. Juni 2009, 18:15Uhr, Landfriedstr. 12, R 211

 

 

1st Ignatz Bubis Summer School at the Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg

June 10th-14th, 2009

 “If not now, when?” - R. Hillel, Pirqei Avot  1:14

Whether dealing with processes of intra-communal integration, inter- as well as intra-religious pluralism, the on-going communal dialectics between Israel and the Diaspora, or the varieties of Jewish self-conception and identity – the Jewish community is facing various internal and external challenges today.

The Ignatz Bubis School is a unique program held at the Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg that offers the opportunity to discuss these current and future issues with communal leaders and professionals from various countries like Israel, the United States, England, Brazil, Austria, Germany, and Switzerland. A wide range of workshops, seminars, lectures, and other activities will provide the framework for bringing together people from different denominational backgrounds and engaging them into an open-minded and fruitful discussion about common questions, concerns, and responsibilities.

The Ignatz Bubis Summer School particularly aims at young Jewish adults from Austria, Germany, and Switzerland, who want to take part in building and shaping the future of their communities.

This year’s Ignatz Bubis Summer School will focus on the question of Jewish leadership in the Diaspora communities: What intellectual resources, skills, and character are demanded from the new generation of Jewish leaders today? How can and must Jewish identity be reinforced by Jewish learning and Jewish values? How does Jewish leadership differ in the context of varying national and religious traditions? What challenges and demands lie in the mutual interaction between the community and leadership? How do and should Jewish leaders act as representatives of their community in their broader social context? These are some of the questions we hope to explore.

For further information, visit the website of Ignatz Bubis Summer School:

ENGLISH: http://www.ibsus.eu/English/home.html

DEUTSCH: http://www.ibsus.eu/index.html

Do not hesitate to contact us: shaul.friberg@hfjs.eu or frederek.musall@hfjs.eu

 

 

Kolloquium - Konstellationen: Zum Verhältnis von politischem und hermeneutischem Diskurs in Judentum und Islam

Kolloquium an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
04.06.2009 (14:00 – 20.00 Uhr)
im Hörsaal, Friedrichstraße 9, Heidelberg
Organisatoren: Dr. Jens Mattern/Prof. Dr. Ronen Reichman



14.00 h Einführung
14.15 - 15.00 h: Jens Mattern
(Jüdische Philosophie, Heidelberg)
„Singularität, Intensität, Universalität. Zur Funktion von religiösem und politischem Recht in der jüdischen Tradition“
15.00 - 15.45 h: Sabine Damir-Geilsdorf (Islamwissenschaft, Marburg)
„Das Menschliche und das Göttliche in der Scharia: Rechtsgüter (maqasid ash-sharia) in politisch-hermeneutischen Diskursen“
16.00 - 16.45 h: Ronen Reichman
(Talmud, Codices und rabbinische Literatur Heidelberg)
"Die ,Macht des Gerichts' und die Autorität der Tora"
17.15 - 18.00 h: Benjamin Jokisch (Islamwissenschaft, Freiburg)
„Autokratie versus Nomokratie. Herrschaft und Recht im frühen Kalifat“
18.00 - 18.45 h: Assem Hefny
(Islamwissenschaft, Kairo/Marburg)
„Die Rolle der Interpretation beim Verständnis der Machtfrage im Islam“
18.45 - 19.30 h: Frederek Musall
(Jüdische Studien und Nahoststudien, Halle)
"muwahhid - mutawahhid: Zur Dialektik politischer Autorität bei Moses Maimonides"

 

 

 

5. Mai 2009, 18:15h
Neue Universität, Hörsaal 6
Oberrabbiner Chaim Eisenberg (Wien)
„Extremismus in der Halacha“


 
28.01.2009, 18:15 Uhr
Neue Universität, Hörsaal 9
Professor Dr. Klaus Vollmer
(Universität München)
Die Rezeption von Juden und Judentum im Kontext der Entwicklung der japanischen Moderne

 

 

Auf Einladung des Ignatz-Bubis-Lehrstuhls sprach

Ulrich Sahm, M.A. über das Thema
30 Jahre Leben in Israel als deutscher Journalist.
Zwischen Krieg und Frieden, deutscher Vergangenheit und Schoah-Bewusstsein

Donnerstag, 15. Januar 2009 um 18:15 Uhr
Hörsaal 7, Neue Universität, Grabengasse

 

 

07.01.2009, 18:15 Landfriedstraße R 211
Rachel S. Wolfe M.A. (Ben Gurion Universität des Negev, Beer Sheva)
"They all Hate the Thief" Protestant Missionaries and Jewish Educators
as Authors of Ladino Children's Text Books"

Workshop in englischer Sprache mit hebräischen Quellen

 


Eröffnung der Bibliothek Albert-Einstein der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Am Montag, 12. Oktober 2009, 11.30 Uhr, wurde die Bibliothek Albert-Einstein der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg im neu errichteten Haus Landfriedstr. 12 in einer Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben.
Die zweitgrößte Judaica-Sammlung in Deutschland ist die modernste ihrer Art sein. Gemeinsam mit dem Bibliotheksservicezentrum Konstanz wurde in einem Pilotprojekt ein umfassendes integriertes Bibliothekssystem von der Titelaufnahme über die originalschriftliche Katalogdarstellung bis hin zur selbständigen Medienverbuchung entwickelt. Die Bibliothek Albert-Einstein wird auch die Handbestände des räumlich angegliederten Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland zugänglich machen.
Die Bibliothek umfasst ca. 540 qm und verfügt auf drei Ebenen über 2.000 laufende Meter Freihandbereich, sowie ca. 400 Meter Magazinraum, teilweise in einem modernen Rollregalsystem. Den Benutzern stehen 4 Opacs, 15 EDV-Arbeitsplätze mit PCs sowie 28 weitere Leseplätze mit EDV-Anschluss zur Verfügung. Der Selbstverbucher und die Buchsicherungsanlage auf Basis von RFID-Technologie vervollständigen die technische Ausstattung.
Der Bestand der Bibliothek dient nicht nur den Lehrenden und Studierenden der HfJS und der Universität Heidelberg für ihre Forschungen und Studien, er steht auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Die Bibliothek bildet einen eigenen Baukörper, der Alt- und Neubau überbrückt und ist der mit Abstand größte Einzelkomplex des neu eröffneten Hochschulneubaus. Bau und Ausstattung wurden durch die Klaus-Tschira-Stiftung möglich gemacht, die während der Planungsphase auch beratend zur Seite gestanden hat.
Im Namen des Patrons der Bibliothek, Albert Einstein, dem international renommierten Wissenschaftler und engagierten deutschen Juden, kommen die Tätigkeitsfelder der Stiftung idealtypisch zusammen.
 


30. September 2009: Feierliche Eröffnung des Neubaus der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Der Neubau der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ist nach nur achtzehnmonatiger Bauzeit termingerecht eröffnet worden. Am 30. September 2009 wurde der Neubau in Anwesenheit zahlreicher Gäste seiner Bestimmung übergeben. Die Feier in Anwesenheit von Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Dr. Hubert Burda, dem Initator des Aktionskommitees zur Förderung des Neubaus, markiert zugleich das Jubiläumssemester zum dreissigjährigen Bestehen der Hochschule. Die lichtdurchflutete Architektur, die in der Ausführung von Architekt Hans-Jörg Maier Altes und Neues kontrastiert, fand begeisterte Kommentare. Bund, Länder, der Zentralrat der Juden in Deutschland und namhafte private Spender haben die Bausumme von 6,5 Mio Euro aufgebracht. Jüdische Studien in Europa haben jetzt nicht nur ein Haus, sondern eine Kontur. Das Haus ist ein "Unterpfand auf die Zukunft, das wir nutzen werden", sagte Prof. Johannes Heil, Leiter der Hochschule, bei seiner Begrüssung.

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Prof. Heil, Leiter der HfJS, erläutert Dr. Burda den Neubau


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Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl und seine Frau Maike Kohl-Richter waren als Ehrengäste geladen. Dr. Kohl nahm symbolisch die erste von 500 von ihm handsignierten Bauaktien des Neubaus der HfJS in Empfang.


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Hochschulrabbiner Shaul Friberg brachte am Eingang der neuen Hochschule eine Mesusa an.
Prof. Dr. Bernhard Eitel, Charlotte Knobloch, Prof. Dr. Salomon Korn und Dr. Burda vor dem neuen Gebäude.


Weitere Berichterstattung über die Einweihung des Neubaus finden Sie hier.



Erste Professur für Israel und den Nahen Osten

Gastprofessur für Israel- und Nahoststudien
„Ben Gurion Guest Chair“ wird an der Universität Heidelberg und der HfJS eingerichtet
Rakefet Zalashik

Der „Ben Gurion Guest Chair“ ist eine Brückenprofessur zwischen der Universität Heidelberg – insbesondere dem Historischen Seminar und dem Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften – und der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg; sie wurde auf Initiative von Ministerpräsident Günther H. Oetttinger geschaffen. Auf die Professur wird in den kommenden fünf Jahren jährlich neu eine ausgewiesene Wissenschaftler-Persönlichkeit berufen. Das gegenwartsbezogene Lehrangebot zu Gesellschaft, Kultur und Politik in Israel und dem Nahen Osten wendet sich an die Studierenden der HfJS sowie an Studentinnen und Studenten verschiedener Fakultäten der Ruperto Carola. In der Ausstattung vorgesehen sind auch Mittel für Gastvorträge und Kolloquien.


Zu den Lehrveranstaltungen von Rakefet Zalashik

 

Wettbewerb zum "Haus des Lernens - Raum des Denkens"

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Eine neue Stätte des Lernens, des Arbeitens und des Dialogs wird eröffnet. Ein Ort der Tradition und der Erneuerung. Ein Haus, in dem Menschen mit sehr vielfältigen Interessen zusammen leben und zusammen arbeiten, um die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Gerade diese Menschen sind es, die dieses Gebäude tragen und für seine Bestimmung einstehen. Sie sollen durch diesen Wettbewerb mit ihren Beiträgen sichtbar werden. Sie sollen aufgerufen sein, als erste ihr neues Umfeld mit künstlerischen Objekten zu gestalten. Sie sollen sich so in den neuen Mauern verorten und ihre künftige Wirkungsstätte begrüßen können.

Die Initiatoren
Der Wettbewerb wird ausgerichtet von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.

Die Teilnehmer
Der Wettbewerb richtet sich an alle an der Hochschule für Jüdische Studien eingeschriebenen Studierenden und an alle Mitarbeitenden.

Die Wettbewerbsbeiträge
Es können Arbeiten in vielfältiger Form eingereicht werden: Bilder, Fotografien, Filme, Installationen, Skulpturen, Texte (Essay, Gedicht, Kurzgeschichte), Kompositionen und anderes mehr, so wie es den Teilnehmern angemessen erscheint. Auch Kombinationen dieser Formen sind willkommen.


Einsendung/ Abgabe
Die Arbeiten können bei Frau Stephanie Appel M.A. (Prüfungssekretariat ;N1.14). abgegeben werden. Für weitere Fragen oder Auskünfte steht Frau Appel gerne zur Verfügung.

Eine Jury wird die Arbeiten auswerten und die besten drei Arbeiten prämieren. Sie werden dann im Neubau der Hochschule ausgestellt.

 


Eugen Täubler-Vorlesung 2009 mit Rainer Albertz

"Religiöse Identität in doppelter Staatlichkeit. Zum Selbstverständnis 'Israels' in den Staatstheologien von Juda und Israel"

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 19h in der Aula der Alten Universität, Grabengasse 1

 

Die Reihe der Eugen-Täubler-Vorlesung ist einem der profiliertesten deutsch-jüdischen Historiker des 20. Jahrhunderts gewidmet, einem Universalisten alter Schule, der seiner Zeit in vielem voraus war, und einem großen Heidelberger. Im April 1933 reichte Eugen Täubler (1879-1953), Ordinarius für Griechisch-Römische Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, sein Gesuch um Entlassung aus dem Hochschuldienst ein. Er kam damit der zwangsweisen Entlassung aus dem öffentlichen Dienst durch das NS-Regime zuvor. Acht Jahre hatte Täubler den Heidelberger Lehrstuhl innegehabt, zuvor war der in der Provinz Posen geborene Historiker Leiter des Gesamtarchivs der deutschen Juden in Berlin gewesen, 1910-1914 auch Dozent und Lehrstuhlinhaber an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. In Folge seiner Entlassung 1933 kehrte er an die noch weiter bestehende Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin zurück. Nach deren Schließung 1941 gelang ihm die Emigration in die USA. Dort wirkte er bis zu seinem Tod 1953 als Professor am Hebrew Union College in Cincinnati. Als allseits anerkannter Heidelberger Althistoriker und Akademiemitglied durfte er annehmen, dass die Überbrückung von griechischer, römischer und jüdischer Geschichte zu einem fruchtbaren Ganzen in der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts gelungen sei. 1933 musste ihm diese Gewissheit zur Illusion geraten.  Der Gastredner Prof. Dr. Rainer Albertz, der für 2009 gewonnen werden konnte, ist Professor für Altes Testament an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Promotion und Habilitation legte er an der Universität Heidelberg ab, 1980-83 war er in Heidelberg Professor für Alttestamentliche Theologie einschließlich Altorientalische Religionsgeschichte.

Die Heidelberger Eugen Täubler-Vorlesung wird seit 2008 einmal jährlich in Regie des Ignatz-Bubis-Lehrstuhls für Geschichte, Religion und Kultur des europäischen Judentums von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg gemeinsam mit dem Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik sowie dem Historischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität ausgerichtet. Die Vorlesungsreihe wird einen wiederkehrenden Höhepunkt im akademischen Leben der Stadt bilden. Die gemeinsame Durchführung der Vorlesung drückt die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und der Ruprecht Karls-Universität Heidelberg, aber auch das verbindende wache Interesse der drei veranstaltenden Institutionen für die jüngere Geschichte und ihre Präsenz in der Gegenwart aus.

 

 

Letzte Änderung: 15.06.2010