Festjahr 2021

 Jüdisches Leben in Deutschland

IM JAHR 2021 LEBEN JÜDINNEN*JUDEN NACHWEISLICH SEIT 1700 JAHREN AUF DEM GEBIET DES HEUTIGEN DEUTSCHLANDS.

Um dieses bedeutende Ereignis gebührend zu begehen, werden bundesweit unter der Leitung eines eigens dafür gegründeten Vereins unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland um die tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Auch die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ist an diesem Programm mit vielfältigen Projekten beteiligt.

Auf dieser Seite werden wir Sie über alle Termine, Veranstaltungen und Veröffentlichungen auf dem Laufenden halten, die die HfJS im Rahmen des Festjahres 2021 plant.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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  • Food-Blog:
    "Die Bedeutung jüdischer Speisetraditionen für Festtage"

    Der koschere Food-Blog "Die Bedeutung jüdischer Speisetraditionen für Festtage" erscheint zu einzelnen Feiertagen und präsentiert historische Speisetraditionen sowie Rezepte, wie sie heute noch in unterschiedlichen jüdischen Gemeinschaften zubereitet werden – von den altorientalischen Juden bis hin zu den aschkenasischen und sefardischen Gemeinden. Gleichzeitig entwickelt sich in den USA und Israel auch eine völlig neue und moderne koschere Küche, die zeigt, wie sich jüdische Speisetraditionen fortentwickeln und damit das religiöse Erbe lebendig erhalten.

    Frau Professor Dr. Annette Weber wird das Festjahr kulinarisch begleiten: In einer Art Food-Blog wird sie über die Bräuche und Traditionen an den verschiedenen jüdischen Feiertagen informieren und dazu jeweils passende Rezepte vorstellen.

  • Einladung der Kunsthalle Karlsruhe zu einer digitalen Führungsreihe mit Frau Prof. Dr. Annette Weber:

    Die Kunsthalle Karlsruhe beteiligt sich am bundesweiten Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" mit einer digitalen Führungsreihe, die anhand von Werken aus der Sammlung das Verhältnis der jüdischen und christlichen Religion zum Bild beleuchtet.

    • Bildbetrachtung Claude Lorrain: Die Anbetung des Goldenen Kalbes, 1653
      Online: Dienstag, 21. September, 19 Uhr
      M
      it Prof. Dr. Holger Jacob-Friesen, Prof. Dr. Annette Weber und Pfr. PD Dr. Wolfgang Vögele (ev.)

    • Bildbetrachtung Marc Chagall: Abraham bewirtet die drei Engel, 1931/39
      Online: Dienstag, 19. Oktober, 19 Uhr
      Mit Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Prof. Dr. Annette Weber und Dipl.-Theol. Tobias Licht (kath.)

      Mehr Informationen

 

Projekte, die im Rahmen des Festjahres vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert werden:

  • Multimediale Online-Ausstellung:
    "Das materiale Erbe des mittelalterlichen aschkenasischen Judentums: Hebräische Bibelhandschriften und die jüdische Gelehrtenkultur"
    Das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland” bietet sich dafür an, einer breiteren Öffentlichkeit mehr als bislang das Themenfeld des materialen Erbes des aschkenasischen Judentums zu präsentieren. Den aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie Rechnung tragend ist hierfür eine Online-Ausstellung geplant, die multimedial anhand hebräischer mittelalterlicher Handschriften die jüdische Gelehrtenkultur vorstellen soll. Als Mittel der Wissenschaftskommunikation setzt sich das Projekt zum Ziel, die positiven Aspekte kultureller und theologischer Synergien sichtbar zu machen: Die Ausstellung soll künstlerisch und ästhetisch dem Antagonismus von Kirche und Judentum das Bild einer kulturell fruchtbaren Interdependenz zwischen den jeweiligen Umweltkulturen und der jüdischen Bildungsgesellschaft an die Seite stellen, die bislang erst in Ansätzen erkannt und gewürdigt wurde.
     
  • Sonderfolgen des Podcasts Mekka und Jerusalem:
    Der Podcast "Mekka und Jerusalem" (gefördert von der VolkswagenStiftung und der Stiftung Erinnerung, Verantworung und Zukunft) beschäftigt sich mit den jüdisch-muslimischen Beziehungen und bringt dabei die Perspektiven der Jüdischen Studien, der Islamwissenschaft und der Israel-Studien zusammen. Im Rahmen des Festjahres 2021 will der Podcast die Gegenwart der jüdisch-muslimischen Beziehungen in Deutschland beleuchten: Was sind jüdisch-muslimische Gemeinsamkeiten in der deutschen Migrationsgeschichte? Welche Initiativen gibt es – und wie sieht die Zukunft der jüdisch-muslimischen Beziehungen aus?
     
  • Joseph Süß Oppenheimer: neue jüdische Sichtweisen auf eine antisemitisch verzerrte Figur
    Joseph Süß Oppenheimer (geb. um 1698; im Folgenden JSO), als Geheimer Finanzrat und damit Interessenverwalter des Herzog Karl Alexander von Württemberg verhasst, wurde nach dem plötzlichen Tod des Herzogs und einem politischen Schau-Prozess 1738 hingerichtet. Seither wurde JSO bis zur Unkenntlichkeit antisemitisch verzerrt dargestellt, so im Nazi-Hetzfilm „Jud Süß“ von 1940. Dieser negativen Rezeption entgegen werden in Podcasts mit Begleitmaterial seine komplexe Figur wie Funktion und seine heutige jüdische Rezeption dargestellt, die Teil eines neuen jüdischen Selbstbewusstseins bilden
     
  • Neue Sichtbarkeiten: Perspektiven und Positionen zur jüdischen Vielfalt in Deutschland heute
    Die Tandenveranstaltung (Workshop & öffentliche Abendveranstaltung) "Neue Sichtbarkeiten: Perspektiven und Positionen zur jüdischen Vielfalt in Deutschland heute" will eine studentische sowie eine breitere Öffentlichkeit für jüdische Gegenwartsperspektiven zu Fragen und Diskursen der Repräsentation von Judentum und Jüd*innen in Medien wie Film, Theater und Literatur, der künstlerischen Intervention gegenüber mehrheitsgesellschaftlicher Fremdbestimmung und Vereinnahmung von Judentum und Jüd*innen, sowie der Artikulation im Umgang mit Antisemitismus in der Sprache sensibilisieren.

 

 

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Letzte Änderung: 18.11.2021