Ignatz-Bubis-Stiftungslehrstuhl
Aktuell
Ignatz-Bubis-Lehrstuhl zu Besuch in Italien - Konferenzen im Rahmen des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus
Vom 23.-25. Januar 2012 waren Prof. Dr. Johannes Heil und Andrea Colella als Vertreter des Ignatz-Bubis-Lehrstuhls zu Konferenzen nach Rom eingeladen, die im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus veranstaltet wurden.
Während der ersten Konferenz, organisiert von der Scuola Superiore dell'Amministrazione dell'Interno, sprach der Lehrstuhlinhaber Prof. Heil in seinem Vortrag über "Antijudaismus und Antisemitismus: eine Skizze zur Geschichte der Judenfeindschaft". Weitere Informationen finden Sie hier.
Einen Tag später lud das Ministerratsspräsidium und die UCEI (Unione della comuità ebraiche italiane) zu einer weiteren Konferenz ein, die sich dem Thema "La Shoah e l'identità europea" widmete. Prof. Heil sprach in diesem Zusammenhang über jüdische Identität: "L'identità ebraicia". Weitere Informationen finden Sie hier.
Mitarbeitende am Lehrstuhl:
http://www.csi.uni-hd.de/report/pdf/CSI_report_09__2011-02_deutsch.pdf
Die Ignatz Bubis-Stiftungsprofessur für Geschichte, Religion und Kultur des europäischen Judentums wurde im Jahr 2001 eingerichtet. Er ist dem Gedenken an den im Jahr 1999 verstorbenen langjährigen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, gewidmet und wird gegenwärtig aus Mitteln der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung finanziert.
Der Lehrstuhl befasst sich mit der Geschichte, Religion und Kultur von Judentum im gesamten europäischen Raum bis hin zur Diaspora europäischer Gemeinden in Übersee. Die Schwerpunkte liegen bei Phasen politischer, sozialer und kultureller Transformation sowie bei den verschiedenen geistig-religiösen Bewegungen, wie sie für den wechselvollen Verlauf jüdischer Geschichte in Europa charakteristisch sind. Ziel ist es, diese Geschichte immer wieder als integralen Teil gesamteuropäischer Geschichte, ihrer religiösen und kulturellen Vielfalt und in Wechselwirkung mit den sie mitbestimmenden Kräften zu profilieren; zugleich sollen die verschiedenfachen kulturellen Ausprägungen jüdischer Existenz in Lehre und Forschung profiliert werden. Der europäische Rahmen des Lehrstuhls erlaubt vergleichende Betrachtungen ebenso wie in diachronem oder synchronem Vorgehen die Fokussierung auf einzelne Orte und Landschaften. Makro- und Mikroblicke ergänzen einander, jüdisch-europäische Gesamtgeschichte steht neben jüdischer Landschafts- und Ortsgeschichte. Der europäische Rahmen lässt ferner Anknüpfungen an übergreifende Fragestellungen, etwa in Hinblick auf Fragen der Gender-, Minoritäten- und Migrationenforschung, zu.
Das Interesse an der Vergangenheit jüdischer Geschichte, Religion und Kultur ist von der Gegenwart her bestimmt. Es bietet neben dem Verständnis für das Vergangene Erfahrungswissenschaft in Hinblick auf das Künftige. Die geschichtliche Perspektive öffnet Horizonte zum Verständnis heutiger jüdischer Existenz, ihres Herkommens und ihrer Gestalt.
An der Hochschule obliegt dem Lehrstuhl die Förderung der internationalen Beziehungen, sowohl im Bereich der Studierendenmobilität als auch der Forschungskontakte und –kooperationen. Ferner ist der Lehrstuhl für die Koordination von Studienprogrammen mit der Philosophischen Fakultät der Ruperto Carolina zuständig.
Im Rahmen der Ignatz Bubis-Stiftungsprofessur werden regelmäßig Vorträge und andere Veranstaltungen durchgeführt.
Gegenwärtig ist der Lehrstuhl durch ein Einzelprojekt mit dem Schwerpunktprogramm (SPP) 1173 "Integration und Desintegration im mittelalterlichen Europa"
der Deutschen Forschungsgemeinschaft verbunden.
Weitere Forschungsprojekte sind in Vorbereitung. Informationen dazu werden auf dieser Seite zum gegebenen Zeit bereitgestellt.
Geplant
Jüdische Philanthropie im 19. Jahrhundert
Gemeinsames Projekt des Center for Social Investment der Universität Heidelberg und der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
http://www.hfjs.eu/forschung/projekte.html
In Kooperation mit der Ruprecht Karls-Universität Heidelberg (Inst. Geschichte, Germanistik, Europ. Kunstgeschichte, Romanistik) wird das Interdisziplinäres Masterprogramm Heidelberger Mittelalter Master angeboten.
Aufsätze
"Pasque di sangue" – Ariel Toaff und die Legende vom Ritualmord
Ein Kommentar
Prof. Dr. Johannes Heil, Januar 2007
Neues von Ariel Toaff (?) – Nachtrag zur Diskussion um Pasque di Sangue.
Prof. Dr. Johannes Heil, April 2008
